Bald ist es soweit. In der Zeit zwischen März und Mai 2018 wird ein neuer Betriebsrat gewählt, denn alle 4 Jahre endet seine reguläre Amtszeit, wenn nichts dazwischen kommt.

Bild BVWichtige Themen der gut besuchten Betriebsversammlungen in Köln und Schildgen waren das Geoinformationssystem und die Zeitschriftenzustellung (Foto: I. Heuer)

Nach der Verschmelzung von drei Zustellgesellschaften 2014 zu unserem jetzigen Unternehmen wurde ein neuer 15köpfiger Betriebsrat nebst Vertretern gewählt.

So wurde sichergestellt, dass sich die Belegschaft mit mehr Rechten besser in die betrieblichen Entscheidungsprozesse einbringen kann. Damit ist sie im bundesweiten Vergleich mit anderen Zustellgesellschaften ohne Betriebsrat nicht nur im Vorteil, sondern auch erfolgreicher geworden.

Was wurde erreicht? Hier ein paar Beispiele:

Bei der Umstellung von Stücklohn auf Stundenlohn konnten mit der Betriebsvereinbarung „Lohn“ Regelungen herbeigeführt werden, die niemanden schlechter, sondern jeden besser gestellt haben.

Umstrukturierungen in einzelnen Bereichen der RZZ erfolgten mit den Betroffenen stets einvernehmlich und sozialverträglich.

In einzelnen Fällen konnten Kündigungen verhindert werden.

Aktuell ist Euer Betriebsrat einbezogen in einen Klärungsprozess über die Einführung und Nutzung des Geoinformationssystems Sabris (siehe Artikel).

Das ist nicht selbstverständlich. In anderen Zustellgesellschaften ohne Betriebsrat werden derartige Systeme ungefragt zur Arbeitshetze und der Wiedereinführung des Stücklohnes auf neuem Wege genutzt.
So soll das unternehmerische Risiko wieder auf die Zusteller abgewälzt werden. Das wird es bei der RZZ Köln Rheinland so nicht geben.

Hier hat die Belegschaft einen Betriebsrat, der bei Änderungen von Betriebsabläufen ein Mitspracherecht und bei Sabris auch ein notfalls erzwingbares Mitbestimmungsrecht besitzt.

Die Frage „brauchen wir einen Betriebsrat?“ dürfte mit einem klaren „Ja, und wie!“ beantwortet werden.

Aber gute Arbeit wächst nicht auf Bäumen. Sie wird von Menschen gemacht. Da wird jeder gebraucht, der sich für die eigenen Interessen und die der Belegschaft engagieren will. Solche Kolleginnen und Kollegen suchen wir für die kommende Wahl des Betriebsrates als Kandidaten. Wenn die oder der Eine oder Andere sich jetzt angesprochen fühlt, aber zögert, weil er z.B. nicht alle wichtigen Gesetze kennt, so sei gesagt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Jedes neue Mitglied im Betriebsrat wird von den Erfahrungen der „alten Hasen“ profitieren und solidarisch unterstützt werden. Darüber hinaus wird er im Umgang mit dem Betriebsverfassungsgesetz, das wichtigste Handwerkszeug für einen Betriebsrat, durch mehrere Schulungsmaßnahmen fit gemacht.

Wenn Du Interesse hast. Melde Dich einfach mal beim Betriebsrat. Wir freuen uns auf Dich.