Am 25.11.2016 und 03.12.2016 wurden in Schildgen und Köln Eure Betriebsversammlungen durchgeführt. Der Betriebsrat freut sich über das gezeigte Interesse und die rege Teilnahme. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der Versammlung in Schildgen.

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Der BR-Vorsitzende Daniel Hirschi begrüßte die Kolleginnen und Kollegen und ganz besonders die anwesenden Jubilare. Er wies auf die weitere Abnahme der Abozahlen (-4%), auf die vielen vakanten Bezirke und die abnehmende Zahl der Zusteller hin. Auch der Krankenstand sei laut Geschäftsführung (GF) extrem hoch. Dies bedeute, dass jeder einzelne Zusteller im Betrieb mehr arbeitet.

Daniel Hirschi erwähnte die trotzdem relativ geringe Reklamationsquote bei abnehmender Zustellerzahl sowie dem hohen Durchschnittsalter der Belegschaft und bedankte sich bei den anwesenden Zustellern, da seiner Meinung nach diese Zustellqualität nur durch das Engagement der übrigen Belegschaft begründet sei. Dafür erhielt er Applaus der Anwesenden.
Zur BV „Urlaub“ erläuterte Annette Hardt die Änderungen, die sich durch die Neufassung der BV „Urlaub“ ergeben haben.

  • Ab sofort sollte der Haupturlaub bis zum 28.11. des laufenden Jahres für das nächste Jahr eingereicht werden
  • Die AG Urlaub bekommt bis zum 10.12. Kopien der Urlaubsanträge, sie kümmert sich hauptsächlich um die Ablehnungen
  • Die AG Urlaub erhält vierteljährlich einen Überblick über die Urlaubsstände, um in Konfliktfällen vermitteln zu können

Wer noch Urlaubsanspruch übrig hat und diesen in das nächste Jahr übernehmen möchte, muss jetzt mit dem Bezirksleiter sprechen.

Im Anschluss wurden noch Fragen zum Thema beantwortet.

Die in der Einigungsstelle über zwei Jahre ausverhandelte BV „Lohngestaltung“ erläuterte Thomas Taxacher (stellvertretender Vorsitzender) anschaulich anhand grundsätzlicher Überlegungen:

  • Alle Regelungen müssen Mindestlohnkonform sein.
  • Berechnungen und damit die Lohnabrechnungen sollen möglichst einfach sein.
  • Alle Zusteller sollen eine dauerhafte Perspektive mit angemessener Lohnentwicklung erhalten.

(Details werdet Ihr hier lesen können, sobald die BV unterschrieben ist. Angedacht ist aber ein Wechsel von Stück- auf Stundenlohn, bei dem für alle Kollegen/innen kein Nachteil entstehen wird.)

Dass die BV zu den Betriebsversammlungen noch nicht unterschrieben wurde liegt daran, dass sie der GF Herr Buß erst noch den Gesellschaftern im Konzern vorlegen musste. Hier gibt es inzwischen erste positive Signale. Das ist erfreulich, da es schon vorgekommen ist, dass eine Einigung zwischen BR und GF von den Gesellschaftern abgelehnt wurde.

Warum das so sein kann, legte der Sprecher des Ausschusses für Wirtschaft (WA) Dario Schiburr dar. „Aufgrund der besonderen Struktur des Konzerns DuMont durch die Aufgliederung in hunderte Einzelgesellschaften ist eine Organisation entstanden, in der wirtschaftliche Entscheidungen, die die RZZ Köln Rheinland betreffen, an ganz anderer Stelle getroffen werden. Der Geschäftsführer R. Buß ist redlich bemüht den Wirtschaftsausschuss korrekt und umfassend zu informieren. Er wird aber oftmals selbst erst sehr spät über uns betreffende Veränderungen in Kenntnis gesetzt.“

(Über den WA mehr in der Januar-SammelSpitze.)

Der Betriebsrat informierte weiter von einem gewonnenen ersten Prozess zur Missachtung der Mitbestimmungsrechte des BR bei der Eingruppierung neuer Zusteller. Bei diesem Verfahren geht es darum, dass im „Neuen Lohnmodell“ - nach Meinung des BR - laut unserer Betriebsvereinbarung immer eine Eingruppierung zu erfolgen hat, die den gesetzlichen Mindestlohn auch ohne Mindestlohnaufstockung garantiert. Hier geht es um richtig viel Geld für einzustellende Zusteller, was vielleicht helfen kann mehr neue Kollegen zu gewinnen.

Beide Betriebsversammlungen waren geprägt von lebhaften Diskussionen und für die weitere Arbeit Eures Betriebsrates sehr hilfreich.

Vielleicht bist auch Du beim nächsten Mal wieder dabei!