In vielen Betrieben gehört ein Beurteilungsgespräch einmal im Jahr zu den regelmäßigen Terminen. Bei diesem wird mit dem Arbeitnehmer „die Beurteilung seiner Leistung sowie die Möglichkeit seiner beruflichen Entwicklung“ erörtert.

Häufig geht der Wunsch nach einem Beurteilungsgespräch vom Arbeitgeber aus. §82 Abs.2 Betriebsverfassungsgesetz regelt aber, dass auch der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin ein solches Gespräch verlangen kann.

In beiden Fällen hat der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin das Recht, ein Betriebsratsmitglied hinzuzuziehen. Es gehört zu den Amtspflichten des gewünschten Betriebsratsmitglieds, auf Wunsch an diesen Gesprächen teilzunehmen. Natürlich hat das Mitglied über den Inhalt der Gespräche stillschweigen zu bewahren.

Der Betriebsrat empfiehlt Euch, von dieser Möglichkeit grundsätzlich Gebrauch zu machen.

So habt Ihr bei dem Gespräch nicht nur einen Berater dabei, der im Zweifel auf Eurer Seite steht, sondern auch einen Zeugen für den Inhalt des Gesprächs.