Wieder einmal haben wir eine harte Zeit mit viel Regen, Schnee, Glätte und Sturm hinter uns gebracht und jeder freut sich, dass nun die Zeichen auf Frühjahr und bessere Zeiten stehen.

Da auch nach dieser "schlechten" Zeit Unfälle passieren, wollen wir Euch erneut aufklären, wie Ihr Euch verhalten müsst und was getan werden muss, „wenn es Euch ereilt hat.“

Zunächst einmal gilt: Das Wichtigste ist Eure Gesundheit! Aber auch die Unversehrtheit der von Euch eingesetzten Materialien (wie Auto, Fahrrad etc.) muss berücksichtigt werden.

Was bedeutet das für uns?

Jeder von uns arbeitet in einem anderen Gebiet und das Wetter ist nicht in jedem Gebiet einheitlich. Wenn zum Beispiel in Wipperfürth alles im Schnee versinkt, ist in Köln gerade mal ein wenig Puder auf der Straße oder es regnet "nur". Ähnlich ist es bei anderen Wetterphänomenen, z.B. bei Sturm.

Die Kollegen in Wipperfürth müssen nun für sich entscheiden, ob die Situation so ist, dass sie zustellen können.

Aber auch das muss dann nicht die letzte Entscheidung gewesen sein. Unter Umständen können einzelne Straßen, einzelne Kunden oder ganze Teile einer Tour nicht zugestellt werden. Im schlimmsten Fall besteht nach Absprache mit der Bezirksleitung die Möglichkeit, gar nicht zu tragen und dafür am nächsten Morgen die aktuelle und die Ausgabe vom Vortag zuzustellen.

Ob Regen, Schnee oder sonstige Ursachen, wenn Ihr gestürzt seid gilt:

Den Unfall unbedingt beim Bezirksleiter melden.

Auch wenn es "nur" eine Schramme oder ein blauer Fleck ist. Unter Umständen merkt man erst später, ob es nicht doch mehr ist.

Diese "kleinen" Unfälle werden in das Verbandbuch eingetragen und es wird keine Unfallmeldung an die BG gemacht. Dadurch kann aber bei evtl. späteren Folgen aus dem Sturz nachgewiesen werden, dass man tatsächlich gefallen ist.

Jeder Sturz oder jede Verletzung, die während der Zustellung passiert und mit der Ihr zum Arzt müsst, muss durch einen Durchgangsarzt oder im Krankenhaus aufgenommen werden. Ihr müsst sofort angeben, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Dadurch meldet schon der Durchgangsarzt oder das Krankenhaus den Unfall über die Krankenkasse an die Berufsgenossenschaft. In unserem Fall ist das die BGHW.

Natürlich gilt auch hier, schnellst möglich den Bezirksleiter anzurufen, den Unfall zu melden und abzuklären, ob noch Zeitungen liegen geblieben sind. Krankmeldungen sind selbstverständlich unverzüglich einzureichen. Eine Krankmeldung ist nur in Ausnahmefällen per Mail möglich, wenn der Bezirksleiter / die Bezirksleiterin telefonisch nicht erreicht werden konnte.

Solltet ihr sogar stationär aufgenommen werden, so sollte auch das so schnell wie möglich dem Bezirksleiter / der Bezirksleiterin mitgeteilt werden, damit er / sie Eure Vertretung organisieren kann.

Für Kollegen, die bei der Zustellung einen Unfall mit dem PKW haben, gilt Folgendes, damit ihr Eure Ansprüche geltend machen könnt:

Grundsätzlich solltet Ihr die Polizei rufen (auch wenn es länger dauert bis sie kommt) und den Unfall aufnehmen lassen. Damit ist belegbar, dass der Unfall bei der Zustellung passiert ist und nicht später. Auch hier gilt wieder: Sofort den Bezirksleiter / die Bezirksleiterin informieren, denn er / sie muss natürlich dafür sorgen, dass evtl. Verspätungen der Zeitung aufgefangen werden.