Im Rahmen der allgemeinen Schulung von Betriebsräten war es jetzt Anfang Januar und Anfang Februar für jeweils 3 Tage die dritte Fortbildung.

Unter dem Motto „Agieren statt reagieren“ stand die Mitbestimmung im Mittelpunkt.
Die Mitbestimmung ist das stärkste Mittel des Betriebsrats bei der Durchsetzung Eurer Interessen gegenüber dem Arbeitgeber.
Der Gesetzgeber hat dieses Instrument dem Betriebsrat im Besonderen in sozialen Angelegenheiten eingeräumt.

Wer sich mehr informieren möchte, sollte sich den Paragraphen 87 des Betriebsverfassungsgesetzes selbst auch einmal ansehen. Wir stehen für weitere Informationen zur Verfügung und können auch aktuelle Literatur ausleihen.

Hier folgt nur eine kleine Zusammenfassung:
Mitbestimmungsrecht bedeutet, dass der Arbeitgeber nicht einseitig Maßnahmendurchführen darf, die in §87 geregelt sind.
Zusätzlich wird dem Betriebsrat das Initiativrecht eingeräumt, welches bedeutet, dass es dem Betriebsrat erlaubt ist, eigene Vorschläge zu den Regelungen aus §87 auszuarbeiten und dem Arbeitgeber zu unterbreiten. Der Arbeitgeber MUSS sich mit dem Betriebsrat einigen, ob und wie diese Vorschläge umgesetzt werden.

Beispielhaft folgen einige wichtige Sachverhalte bei denen wir laut §87 Mitbestimmungsrecht haben:

  • Anwesenheitskontrollen
  • Kostenbeteiligung
  • Arbeitskleidung
  • Lage der Arbeitszeit
  • Bereitschaftszeiten
  • Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit
  • Wegezeiten
  • Überstunden
  • Auszahlungsmodus des Lohns
  • Urlaub
  • Techn- Überwachungseinrichtungen (GPS)
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Lohngestaltung
  • leistungsbezogene Entgelte
  • Gruppenarbeit

Das Seminar war wieder ein wichtiger Baustein für den Betriebsrat, um durch erweitertes Wissen Eure Interessen besser durchsetzen zu können.