Wie bereits in der letzten "halb vier...." berichtet, planen unsere Gesellschafter die Umstrukturierung von Zustellgesellschaften.

PuzzleDie Zustellgesellschaften RZZ Köln/Leverkusen GmbH und RZZ Rhein-Berg GmbH wurden inzwischen mit der RZZ Köln linksrheinisch GmbH verschmolzen. Die RZZ Köln linksrheinisch ist das aufnehmende Unternehmen.
Für unsere Kollegen bedeutet dies, dass durch die unternehmerische Verschmelzung die RZZ Köln linksrheinisch GmbH unser neuer Arbeitgeber ist. Die Gesellschafterstruktur bleibt unverändert.
Die Motivation für diese Verschmelzung ist klar:

Es geht wie immer ums Geld, es geht um Einsparungen.

Eine GmbH ist effizienter zu führen als drei unabhängige Gesellschaften, die zudem schon seit ein paar Monaten den gleichen Geschäftsführer haben. Die 2009 erfolgte Aufspaltung der Gesellschaften hat sich wohl, wie auch andere Entscheidungen von 2009 (Lohnkürzung), als Fehlentscheidung heraus gestellt.
Gegen eine effizientere Struktur ist auch nichts zu sagen, solange die Arbeitnehmer keine Nachteile erleiden. Hier hat der Betriebsrat eine wichtige Kontrollaufgabe.

Uns wurde von unserem Geschäftsführer unter anderem zugesichert, dass es im Zusammenhang mit der Verschmelzung keinerlei Kündigungen geben wird. Die Arbeitsverträge werden unverändert übernommen. Dies ist im Übrigen auch in §613a BGB eindeutig geregelt.

Von der Unternehmensverschmelzung zu unterscheiden ist die Verschmelzung der Betriebe, also der Organisationseinheiten. Unsere Gesellschafter wollen einen Betrieb, auch damit nur noch mit einem Betriebsrat verhandelt werden muss. Neben der gesellschaftsrechtlichen Verschmelzung sind daher auch Umstrukturierungen auf betrieblicher Ebene geplant.

Sollten hierdurch Nachteile für unsere Kollegen absehbar sein, so können wir diese über einen Interessenausgleich oder gar einen Sozialplan ausgleichen.

Hier stellt sich dann auch die Frage, ob der Standort Bergisch Gladbach als nichtselbstständige Geschäftsstelle erhalten bleibt.

Unser Ziel ist der Erhalt der Geschäftsstelle.

Sowohl für uns Zusteller, als auch für die Vertriebshelfer, Kurierfahrer und Bezirksleiter wären bei einem Wegfall der Geschäftsstelle etliche Nachteile vorstellbar, womit wir wir auf jedem Fall wieder bei einem Interessenausgleich bzw. Sozialplan wären...

Wie geht es weiter?

Bisher ist die Verschmelzung nur auf Unternehmensebene durchgeführt. Bis zum Abschluss der Verschmelzung auf betrieblicher Ebene sind wir ganz normal weiter "Euer" Betriebsrat.
Nach dieser Verschmelzung haben wir nur noch ein Restmandat, das sich auf alle Fragen im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang bezieht.
Euer Betriebsrat ist dann der Betriebsrat der RZZ Köln linksrheinisch GmbH (Kontaktmöglichkeiten unter "Kontakt"). Wir stehen schon von Anfang an in dauerndem Kontakt zu diesem Betriebsrat und sind daher sicher, dass Ihr bei ihm gut aufgehoben seit.

Er hat dann auch die Aufgabe, die Neuwahl des Betriebsrats in dem neuen gesamten Betrieb einzuleiten. Zu dieser Wahl wird der Betriebsrat der RZZ Rhein-Berg GmbH, wie die anderen Betriebsräte auch, mit einer eigenen Liste antreten.

Alle weiteren Informationen diesbezüglich erhaltet Ihr von dem dann einzusetzenden Wahlvorstand.

In der Zwischenzeit sind wir aber natürlich weiterhin gerne bei Fragen behilflich (siehe Kontakte). Auch ohne ein betriebsverfassungsrechtlich legitimiertes Mandat können wir sicher bei vielen Fragen helfen.

Neuigkeiten zum Stand der Verschmelzung auf betrieblicher Ebene könnt ihr unter www.betriebsrat-rzz-rb.de erfahren