Sicherlich erinnert ihr Euch noch an das Jahr 2009.

Da wollten wir gegen Lohndumping nach dem Motto Einer für Alle, Alle für Einen, einen gemeinsamen Betriebsrat für ca. 3000 Zusteller der RZZ erreichen. Daraus ist bekanntlich nichts geworden.

Zur Verhinderung eines Betriebsrates hat unser Arbeitgeber (MDS) seinerzeit - im Jahr 2009 - den Laden nach dem Motto „uns gibt es gar nicht“ einfach dicht gemacht; natürlich nicht wirklich - aber auf dem Papier. Ohne wesentliche Veränderung der betrieblichen Abläufe wurden neue Zustellfirmen dem Handelsregister gemeldet, darunter die

  • RZZ Rhein-Berg GmbH
  • RZZ Köln linksrheinisch GmbH
  • RZZ Köln/Leverkusen GmbH

mit ehemaligen Bezirksleitern als Geschäftsführern.

Der Plan unseres Arbeitgebers (MDS), eine gesetzliche Interessenvertretung in Form eines Betriebsrates zu verhindern, ging nicht auf. Anstatt keinen Betriebsrat wurden in den „neu“ gegründeten Firmen insges. 3 Betriebsräte gewählt. Das soll jetzt durch die Verschmelzung der 3 Gesellschaften rückgängig gemacht werden. Demnächst wird es nur einen noch zu wählenden Betriebsrat geben.

Ausgenommen von der Verschmelzung ist die alte RZZ mbH & Co. KG. Ja, es gibt sie wirklich noch, die alte RZZ mit etwa 1500 Zustellern. Da gibt es keinen Betriebsrat, sondern eine Obfrau mit weniger Mitsprache- und Mitbestimmungsrechten und das soll aus Sicht von MDS auch so bleiben. Schade, denn bei der Verschmelzung hätte man einen einheitlichen Zustellerbereich mit einem Geschäftsführer (nebst Stellvertreter) und mit einem Betriebsrat schaffen können. Das bleibt allerdings vorerst leider nur eine Option, die sich zukünftig jedoch wohl oder übel durchsetzen wird.