Der letzten Lohnabrechnung lag ein Schreiben der Geschäftsführung bei, in dem darauf hingewiesen wurde, dass Tourenbücher zu führen seien, und wie das im Computer-Zeitalter funktionieren könnte.

Daraufhin gab es viele Anrufe und Rückfragen von Eurer Seite. Wir haben die Geschäftsführung auf das Thema angesprochen und sind gebeten worden dazu folgendes weiterzugeben:

  1. Das Schreiben war nicht als Vorwurf an irgendjemanden gedacht!
  2. Es entspricht dem Wunsch einiger Vertretungszustellern/Innen, die nach Vertretungen in schwierigeren Bezirken monierten, dass es keine solche Unterlagen gegeben habe.
  3. Auch wenn es die ehemals vorhandenen vorgedruckten Büchlein nicht mehr gibt, kann man trotzdem eine Vorlage vom Bezirksleiter bekommen. Diese würde auch Euer Betriebsrat sich gerne anschauen und ggf. Vorschläge zur Verbesserung machen, wahrscheinlich wird das auch noch passieren, allerdings lag bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe das angefragte Anschauungsexemplar (Datei) noch nicht vor.

Eurem Betriebsrat ist klar, dass es leichte und schwierige Bezirke gibt und dass es ganze Vertriebsbereiche gibt, in denen seit Jahren das Führen eines Tourenbuches gar nicht mehr verlangt wird, viele Vertretungszusteller/Innen brauchen oder wollen das inzwischen auch nicht mehr. Allerdings ist auch klar, dass es in vielen Fällen sinnvoll sein kann, ergänzende Hinweise zu Laufwegen oder Zustellbesonderheiten von der/dem Stammzusteller/In zu erhalten, die über die dürftigen Hilfen in den Bestandslisten aus dem System hinausgehen. Überall wo die Vertretungen funktionieren, gäbe es eigentlich auch keinen Handlungsbedarf!
Allerdings gehört zur Vollständigkeit auch, dass mit der Unterschrift unter ziemlich allen Arbeitsverträgen (es gab und gibt im Lauf der Zeit leider sehr viele unterschiedliche Versionen) die Verpflichtung zum Führen eines Tourenbuches mitunterzeichnet wurde! Wenn das explizit verlangt wird, muss es auch gemacht werden. ABER: Die aufgewendete Zeit ist dann auch zu vergüten!
Wie in vielen Fragen dürften auch hier das richtige Augenmaß und eine gewisse Fairness sofort einen guten Weg aufzeigen: Wer ganz genau weiß, dass der eigene Bezirk so seine Tücken hat, der sollte so fair sein, auch ein Tourenbuch zu führen – allerdings sollte die Vertretung dann auch so fair sein, dieses weiterzuführen und bei Vertretungsende in ordentlichem Zustand zurückzugeben. So einfach kann es sein! Und genau so einfach praktizieren die allermeisten von uns das erfolgreich – zum Teil seit Jahren!