Ihr habt hier immer wieder Informationen bekommen, was bei „unserem Verlag“ vor sich geht, weil es sehr direkte Zusammenhänge zwischen der Situation dort und unserem Arbeitsalltag gibt.

Unmittelbare Auswirkungen von Problemen spüren wir etwa bei Druckverspätungen oder mangelnder Qualität der angelieferten Pakete. Mittelbar hängen wir aber auch sehr von der inhaltlichen Qualität der Zeitung ab, weil jeder Kunde, der aus Ärger über diesbezügliche Mängel abbestellt, weniger Lohn für uns bedeutet! Aus all diesen Gründen ist Euer Betriebsrat sehr daran interessiert, Verbindungen zum Verlag, vor allem seinen Betriebsräten, zu knüpfen und zu pflegen. So hat dankenswerterweise der BR-Vorsitzende des Verlages, Heinrich Plaßmann, an der letzten Betriebsversammlung (siehe Artikel SammelSpitze Nr. 8) teilgenommen.
Über die Ausgründungen vieler neuer „eigenständiger“ Unternehmen (bspw. das komplette Druckzentrum, aber auch viele kleinere ehemalige Abteilungen) habt ihr bereits lesen können. Dem guten und sehr erfolgreichen Engagement der betroffenen Kollegen/innen, aber auch des MDS-Betriebsrates, ist es zu verdanken, dass in ALLEN betriebsratsfähigen neuen Betrieben (ab fünf Mitarbeitern) Mitarbeitervertretungen gewählt werden konnten. Mit einer riesigen Wahlbeteiligung von 90% - nicht in der Spitze, sondern im Schnitt! Ein klares Signal!
Dennoch sind in etlichen einzelnen Unternehmen weitere für die Kollegen unter Umständen schmerzhafte Schritte in Aussicht gestellt worden. So ist etwa beim Druckzentrum, der „DuMont Druck GmbH & Co. KG“ noch vor Gründung eine Studie in Auftrag gegeben worden, die Kosten und Organisation einer kompletten Schließung des Druckzentrums in Köln und Fremdvergabe des Druckauftrags prüfen sollte! Hier gibt es aber Anzeichen vorsichtiger Entwarnung, zumindest vorerst.
Außerdem informiert der Verlag gelegentlich über die allgemeine wirtschaftliche Situation: Bei „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“ lag bei Abos und Anzeigenerlösen der Rückgang 2014 im erwarteten Rahmen. Drastisch verschlechtert haben sich allerdings die Zahlen beim „Express“. Unter anderem deshalb wohl auch das „Refresh“ und die Sonderverteilung (siehe SammelSpitze Nr. 8). Weitere Informationen, Hintergründe und Details würden den Rahmen dieser Ausgabe sprengen, können auf (direkte, telefonische oder elektronische) Anfrage aber sehr gerne gegeben werden. Meldet Euch einfach!