Ihr habt dieses Jahr Euren Urlaubsanspruch noch nicht aufgebraucht? Werdet jetzt aktiv!

Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben, wird ein Resturlaub nicht automatisch in das Folgejahr übertragen. Regelungen hierzu findet Ihr im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) und darauf aufbauend in unserer Betriebsvereinbarung zur Urlaubsplanung (Downloadmöglichkeit auf unserer Homepage).

  • Grundsätzlich verfällt nicht genommener Urlaub zum Ende des Kalenderjahres, in dem der Urlaubsanspruch entstanden ist (§ 7  BUrlG).
  • Nur wenn der Urlaub aus dringenden betrieblichen Gründen (z.B. einer unabwendbaren Personalnot) oder in der Person des Arbeitnehmers liegenden Gründen (Elternzeit, Mutterschutz, Krankheit, etc) nicht im laufenden Kalenderjahr genommen werden konnte, besteht ein Anspruch auf Übertragung in das neue Jahr.
  • Übertragener Resturlaub muss bis zum 31.03. des neuen Kalenderjahres genommen und auch gewährt werden. Danach verfällt der Anspruch in aller Regel.
  • Nicht genommener Urlaub aufgrund einer Langzeiterkrankung verfällt spätestens 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Anspruch entstanden ist.
  • Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist auch eine finanzielle Abgeltung von Urlaub zulässig, wenn der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht genommen werden konnte.
  • Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses in der zweiten Jahreshälfte habt Ihr Anspruch auf den vollen gesetzlich zustehenden Jahresurlaub, sofern das Arbeitsverhältnis mehr als 6 Monate bestand. Wenn Ihr diese Variante wählt, habt Ihr in dem entsprechenden Jahr dann keinen Urlaubsanspruch mehr bei einem anderen Folgearbeitsverhältnis.

Wie Ihr sehen könnt, kann es zu relativ komplizierten Fragestellungen kommen. Setzt Euch im Zweifel rechtzeitig mit Euren Bezirksleitern in Verbindung. Einvernehmlich kann man hier sicher kreative Lösungen finden. Der Betriebsrat berät Euch natürlich hier auch gerne.