Bereits in der letzten SammelSpitze haben wir einen Artikel zur Höhe eines angemessenen Ausgleichs für Nachtarbeit veröffentlicht. Nun ist hier Eure Reaktion erforderlich.

schlafenNachtarbeit? Wir stehen doch nur etwas früher auf…
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Alle Zeitungszusteller bei der RZZ Köln Rheinland haben einen Anspruch auf Ausgleich für Nachtarbeit. Dieser Anspruch kann individuell durch den Arbeitsvertrag, kollektiv durch unsere Betriebsvereinbarungen oder aber auch durch das Arbeitszeitgesetz begründet sein.
Wie wir schon in der letzten SammelSpitze geschrieben haben, halten wir die aktuell gezahlten Nachtarbeitzulagen in vielen Fällen für zu gering.
Der Arbeitgeber ist jedoch freiwillig nicht bereit, diese anzuheben.
Damit Ihr Eure Ansprüche nicht durch Verjährung verliert, ist es wichtig, dass Ihr jetzt selbst aktiv werdet.
Wie letzten Monat angekündigt, hat der Betriebsrat nun ein Musterschreiben erstellt, mit dem Ihr Eure Ansprüche beim Arbeitgeber anmelden könnt.
Dieses Schreiben findet Ihr nach dem Einloggen unter „Downloads“ auf unserer Homepage:

www.betriebsrat-rzz-krl.de

Auf Wunsch schicken wir Euch dieses auch gerne auf dem Postweg zu. Wenn Ihr Eure Briefe dem Betriebsrat zukommen lasst, dann werden wir sie sammeln und dann dem Arbeitgeber übergeben. Das Verfahren hat zwei Vorteile.

  • Wir dokumentieren den Eingang bei uns und Ihr habt Zeugen für den Eingang beim Arbeitgeber
  • Der Betriebsrat kann die Resonanz besser beurteilen

Natürlich könnt Ihr das Schreiben aber auch direkt an den Arbeitgeber senden.
Nach dem BAG Urteil (10 AZR 423/14) hat der Arbeitgeber die Gründe darzulegen, falls er bei Nachtarbeitnehmern von den regelmäßigen 25% Nachtzulage (bzw. 30% regelmäßigen Nachtzulage bei Dauernachtarbeit) nach unten abweicht. Rein wirtschaftliche Gründe, wie sie bei einer uns vorliegenden Antwort des Arbeitgebers aufgeführt wurden, hat das BAG explizit ausgeschlossen.
Leider hemmt aber letztendlich nur eine Klage die Verjährung. Sollte der Arbeitgeber also nicht positiv reagieren, oder zumindest auf die Einrede der Verjährung verzichten, dann führt der nächste Schritt vor das Arbeitsgericht.