Es hat in der jüngeren Vergangenheit in bestimmten Bereichen vermehrt Reklamationen an Samstagen gegeben. Ist das unser Problem?

Soweit Reklamationen entstehen, weil die Anlieferung verspätet ist oder Exemplare fehlen, definitiv nicht. Auch gibt es ganz sicher Bezirke, in denen man davon ausgehen kann, dass die Kunden samstags auch mit einer späteren Zustellung einverstanden sind. Aber hier ist Vorsicht geboten!

Sobald Kunden reklamieren, sollte man dem Rechnung tragen. Es soll Kollegen geben, die dann versuchen diese Kunden zu "erziehen" - wie immer das gehen soll und was immer das heißen mag. Reklamationen an einem Samstag haben aber die gleiche Bedeutung wie Reklamationen in der Woche - und können daher für uns auch dieselben Konsequenzen nach sich ziehen (in Eurem Arbeitsvertrag ist für einen Samstag kein späteres Arbeitsende festgelegt!):
Werden sie ignoriert und häufen sich, kann es zu Ermahnungen, Abmahnungen oder am Ende schlimmstenfalls zur Kündigung kommen. Das darf nicht passieren!

Euer BR ist informiert worden, dass Reklamationen zuletzt wieder ernster genommen werden! Er wird natürlich nach Argumenten suchen, um Euch in solchen Angelegenheiten den Rücken zu stärken und auch auf die durch Anlieferung oder Druck verschuldeten Probleme verweisen. Damit diese Strategie aber Erfolg hat, ist es wichtig, dass es tatsächlich keine Anhäufung von zustellbedingten Reklamationen gibt.
An diese Stelle gehört aber unbedingt auch der Hinweis, dass fast alle Kollegen in unserem Unternehmen weit mehr leisten, als von ihnen verlangt werden kann (z.B. Zustellung bis zum letzten Kunden trotz massiver Druck- oder Anlieferverspätungen)! Auch daran erinnert Euer BR unseren Arbeitgeber regelmäßig!