In manchen Vertriebsbereichen spielen sie gar keine Rolle, in manchen Vertriebsbereichen sind sie aber auch nicht wegzudenken: Die Eingangsschlüssel für die Zustellung.

In einigen Bezirken sind 20 und mehr Eingangsschlüssel nötig, um an die teilweise innenliegenden Briefkästen in Mehrfamilienhäusern zu gelangen.
Auch wenn der Wert der Schlüssel selbst nicht besonders hoch ist, kann bei einem Verlust doch ein immenser Schaden entstehen. Ggf. müssen mehrere komplette Schließanlagen mit einer hohen Anzahl an Schlüsseln wieder auf einen sicheren Stand gebracht werden. Hier können Kosten entstehen, die durchaus ein komplettes Jahresgehalt eines Zeitungszustellers deutlich übersteigen.
Wer trägt nun im Fall der Fälle diese Kosten?
Generell muss der Arbeitgeber dieses Risiko tragen. Im Streitfall würde aber sicher der Grad des Verschuldens des Arbeitnehmers auch eine Rolle spielen.
Erfreulicherweise haben wir von der Geschäftsführung die Aussage erhalten, dass bis jetzt noch in keinem Fall eine Erstattung durch die Arbeitnehmer erfolgen musste. Die betroffenen Arbeitnehmer mussten auch keine anderen arbeitsrechtlichen Konsequenzen befürchten.
Diese Aussage sollte aber nicht als Freibrief für einen fahrlässigen Umgang mit den anvertrauten Schlüsseln verstanden werden. Ein sorgfältiger Umgang mit den Schlüsseln ist auch in Eurem eigenen Interesse, da die Wiederbeschaffung nicht nur Euren Bezirksleitern eine Menge Arbeit macht, sondern auch dazu führt, dass Ihr über einen ggf. längeren Zeitraum Eure Kunden nicht wie gewohnt beliefern könnt.
Verwahrt die Schlüssel daher grundsätzlich so gut wie Euren eigenen Wohnungsschlüssel. Haltet sie während der Zustellung jederzeit entweder verschlossen (z.B. im Auto) oder in Eurem direkten Zugriffsbereich. Der Arbeitgeber stellt Euch zu diesem Zweck Bauchtaschen zur Verfügung.
Seid auch bei Schlüsselübergaben im Vertretungsfall vorsichtig. Eine einfache Deponierung bei den Zeitungen an der Ablage ist niemals eine Alternative. Wenn Ihr Euch bereit erklärt, selbst für eine Schlüsselübergabe zu sorgen, so ist die erforderliche Zeit Arbeitszeit und muss zusätzlich vergütet werden. Es ist auch im Sinne des Arbeitgebers, hier eine vielleicht aufwändige, dafür aber sichere Variante zu wählen.