und den Knecht Ruprecht auch noch zu Hause lassen muss, dann ist ganz offensichtlich was schief gelaufen.

Man ahnt es schon: Es geht um die Weihnachtsgeldkorrekturen, die mit der Juni-Abrechnung ausgezahlt werden sollen (siehe letzte Ausgabe).

Euer BR überprüft gerade die vom Arbeitgeber vorgelegten Berechnungen. Es gibt noch kleinere Ungereimtheiten, aber in vielen Fällen sind sich BR und Arbeitgeber über die Zahlen einig. Allerdings hat Euer BR den Arbeitgeber darauf hingewiesen, dass er in den meisten Fällen nichts zurückfordern darf!

Grund dafür sind falsche Ausschlussfristen in vielen Verträgen. Wenn in Eurem Arbeitsvertrag bspw. stehen sollte, dass Ihr einen Monat Zeit habt, um Korrekturen einzufordern, ist diese Frist für Euch nicht bindend (weil zu kurz), für den Arbeitgeber aber sehr wohl. Eine evtl. Rückforderung hätte also spätestens im Januar erfolgen müssen!

Bei Forderungen der betreffenden Kollegen an den Arbeitgeber gilt dann aber die Frist der gesetzlichen Verjährung von drei Jahren.

Nachgezahlt werden muss also in jedem Fall! Und es sind viele Kolleginnen und Kollegen, die sich auf eine Nachzahlung freuen können.

Prüft daher Eure Juni-Abrechnung (kommt Mitte Juli) sehr genau und wendet Euch unbedingt an Euren BR, wenn Ihr noch Fragen habt oder wenn gar etwas abgezogen worden sein sollte!