Jetzt in der wärmeren Jahreszeit suchen viele Kolleginnen und Kollegen die Erholung von der anstrengenden monatelangen Nachtarbeit in Kälte, bei Wind und Wetter, an sechs Tagen die Woche.

Sie wollen in den wohlverdienten Urlaub und endlich einmal, zumindest nachts – wie jeder andere Mensch auch – für mehrere Tage hintereinander durchschlafen dürfen.

Leider gibt es im Vorfeld nicht selten noch stressige Auseinandersetzungen mit dem oder der Bezirksleiter/in, die angesichts hausgemachter Probleme u. a. hinsichtlich fehlender Ersatzzusteller die Erholungszeit möglichst kurz halten wollen oder einfach auf einen anderen Zeitpunkt verschieben müssen.

Wenn dann alle Schwierigkeiten endlich beseitigt sind und der Urlaub beginnen kann, sollte man dennoch seinen Bezirk nicht nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ verlassen.
Die „Knall-auf-Fall-Theorie“ – wenn auch betrieblich bedingt und immer wieder gerne geübt – ist weder vorbildlich noch zukunftsweisend. Oder gibt es immer noch jemanden, der glaubt, je mehr Chaos er in seiner Abwesenheit hinterlässt, desto größer würden die „Jubelschreie“ bei seiner Rückkehr sein? Es stellt sich dabei doch die Frage, wer jubeln sollte: Die Übriggebliebenen, etwa in der Weihnachtszeit? Wer dran glaubt, sei selig.

Jeder, der neben seinem eigenen Bezirk schon mal zusätzlich für eine Kollegin oder einen Kollegen trägt, weiß wie lästig es ist, bei verspäteter Zustellung die Leser immer wieder darüber informieren zu müssen, dass es sich bei den ungewohnten Zustellzeiten, u.a. urlaubsbedingt, um einen zeitlich begrenzten Zustand handelt.

Sobald Abonnenten die Ursache für Veränderungen bei der Zustellung kennen – Urlaub oder auch Krankheit – zeigen sie meistens Verständnis. Wenn es auch noch der Stammzusteller war, der sie vorher rechtzeitig über Anfang und Ende seines Urlaubs – und das auch noch schriftlich – informierte, umso besser. Dann gibt es kaum Probleme. So eine Vorabinformation gehört ganz einfach zur vertrauensbildenden „Hege und Pflege des eigenen Reviers“, die sich wohlwollend auf das Verhältnis zwischen Zeitungsleser und Zusteller auswirkt. 

postitZu diesem Zweck hält Euer Bezirksleiter für Euch einen Vordruck „Jeder hat sich mal eine kleine Verschnaufpause verdient“ (siehe obenstehendes Foto) bereit, der einfach eigenhändig auszufüllen und der Zeitung ähnlich einem Weihnachts- und Neujahresgruß beizulegen ist.
Mit der Geschäftsführung ist abgesprochen, dass es sich hierbei um eine freiwillige Maßnahme handelt.