Dein BR hat früh erkannt, gemeldet und darüber berichtet: Die Mindestlohnaufstockung ist in Monaten mit Feiertagen zu niedrig ausgefallen. Immer.

Diesen Fehler auf den Cent genau zu korrigieren, wäre sehr aufwändig. Lediglich für die Feiertage ab März 2016 wird es eine automatische Nachverrechnung geben. Die Feiertage aus 2015 und Januar 2016 mussten von den Bezirksleitern selbst nachverrechnet werden.

Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung uns ein sehr kulantes Vorgehen vorgeschlagen, dem wir gerne zugestimmt haben.

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil es sich teilweise um durchaus nennenswerte Beträge handelt. Dennoch kann es in einzelnen Fällen zu Nachteilen kommen. Dabei handelt es sich dann möglicherweise ebenfalls um durchaus nennenswerte Beträge - auch wenn es kompliziert ist und auch wenn Du schon einen guten Betrag bekommen hast, solltest Du also unbedingt diese Juni-Abrechnung ganz genau anschauen!

Es wird nämlich nur geprüft, wer im betreffenden Monat eine Aufstockung bekommen hat - diese wird dann um die für den Feiertag fälligen Lohn erhöht; und zwar für die gesamte Arbeitszeit, die Du im Vertrag stehen hast (auch wenn Bezirke dabei sind, die nicht aufgestockt werden müssten!).

Durch diese Regelung müssen nun viele von uns nachrechnen - aber das kann sich lohnen! Klare Absprache mit der Geschäftsführung: Kollegen/innen, die trotz der kulanten Regelung zu wenig bekommen haben, können sich melden und bekommen dann eine individuelle Korrektur.

Besonders nachschauen sollten Kollegen/innen:

die nur Stammbezirke und nur selten oder nicht durchgehend die Aufstockung bekommen haben.

Bei Bezirken, die knapp an der Grenze zur Mindestlohnaufstockung liegen, kann es vorkommen, dass durch die fehlerhafte Vernachlässigung von Feiertagen überhaupt keine Mindestlohnaufstockung errechnet wird.

Bei korrekter Berechnung würde aber ein Anspruch auf Aufstockung bestehen.

Hat man dann keinen weiteren Bezirk mit Mindestlohnaufstockung auf der Abrechnung, erfolgt durch das vereinfachte Berechnungsverfahren auch keine Nachzahlung.

Ein Anhaltspunkt für einen solchen Bezirk ist, wenn Ihr für diesen Bezirk nur in manchen Monaten eine Aufstockung erhalten habt, in manchen Monaten aber auch nicht.

In diesem Fall solltet Ihr nachrechnen:

Genaue Berechnung der Mindestlohnaufstockung

Zur Berechnung werden sämtliche Zustelllöhne ohne Nachtzulagen der einzelnen Objekte (zu finden auf den Blättern "Ausrechnung der Zustellvergütung") und eventuelle Bezirkszulagen (Lieferstellenzulagen) für jeden Bezirk einzeln addiert. Erschwerniszulagen dürfen nicht eingerechnet werden. 

Der so ermittelte Lohn wird mit dem nach Mindestlohngesetz vorgeschriebenen Mindestlohn verglichen.

     Jahr           Mindeststundenlohn     
2015 €6,38/h
2016 €7,23/h
2017 €8,50/h
2018 €8,84/h

 

Auf dem letzten Blatt Deiner Lohnabrechnung findest Du zu jedem Bezirk die im System hinterlegte Arbeitszeit.

Deinen Mindestlohn für jeden Bezirk in dem jeweiligen Monat berechnest Du mit folgender Formel:

 

Mindestlohn = Arbeitszeit / 60 * Tage * Mindeststundenlohn

 Arbeitszeit = tägliche Arbeitszeit in Minuten
Tage = zu vergütende Tage 
(auch aufgrund eines Feiertags zustellfreie Tage) 

Liegen die oben berechneten Zustellöhne unter dem Mindestlohn, so muss die Differenz als Aufstockung vergütet werden.
Vor einer eventuellen Nachforderung sollte aber geprüft werden, ob in anderen Monaten oder für andere Bezirke nicht möglicherweise zuviel Aufstockung gezahlt worden ist.

end FAQ

die an den Feiertagen 2015 oder im Januar 2016 Vertretungen in Bezirken mit Aufstockung übernommen haben.

Die Arbeitszeit für Vertretungsbezirke ist in aller Regel nicht in Deiner im System hinterlegten täglichen Arbeitszeit enthalten.

Daher werden Vetretungsbezirke bei der obigen Berechnung nicht berücksichtigt.
Anspruch auf die Vergütung an einem bedingt durch einen Feiertag zustellfreien Tag hat der Kollege / die Kollegen, die an dem vorherigen Arbeitstag zugestellt hat.

Beispiel: Der 01.01.2016 war aufgrund des Neujahrstages zustellfrei.
Du hast eine Vertretung am 31.12.2015 getragen, dann hast Du auch Anspruch auf die Vergütung für den Neujahrstag.

In diesem Fall solltest Du Dir die erfolgten Nachzahlungen genauer ansehen. 

Genaue Berechnung der Mindestlohnaufstockung

Zur Berechnung werden sämtliche Zustelllöhne ohne Nachtzulagen der einzelnen Objekte (zu finden auf den Blättern "Ausrechnung der Zustellvergütung") und eventuelle Bezirkszulagen (Lieferstellenzulagen) für jeden Bezirk einzeln addiert. Erschwerniszulagen dürfen nicht eingerechnet werden. 

Der so ermittelte Lohn wird mit dem nach Mindestlohngesetz vorgeschriebenen Mindestlohn verglichen.

     Jahr           Mindeststundenlohn     
2015 €6,38/h
2016 €7,23/h
2017 €8,50/h
2018 €8,84/h

 

Auf dem letzten Blatt Deiner Lohnabrechnung findest Du zu jedem Bezirk die im System hinterlegte Arbeitszeit.

Deinen Mindestlohn für jeden Bezirk in dem jeweiligen Monat berechnest Du mit folgender Formel:

 

Mindestlohn = Arbeitszeit / 60 * Tage * Mindeststundenlohn

 Arbeitszeit = tägliche Arbeitszeit in Minuten
Tage = zu vergütende Tage 
(auch aufgrund eines Feiertags zustellfreie Tage) 

Liegen die oben berechneten Zustellöhne unter dem Mindestlohn, so muss die Differenz als Aufstockung vergütet werden.
Vor einer eventuellen Nachforderung sollte aber geprüft werden, ob in anderen Monaten oder für andere Bezirke nicht möglicherweise zuviel Aufstockung gezahlt worden ist.

end FAQ

end FAQ


Hinweise und das genaue Rechenverfahren findest Du durch Klick auf die beiden Fälle.

Wenn Dir das alles zu kompliziert wird: Melde Dich bei Deinem Betriebsrat!