Es gibt in der Zustellung Themen die immer wieder besprochen werden müssen - bei den Betriebsversammlungen, während der Sprechzeiten und demzufolge auch immer wieder in den Gesprächen Eures BR mit der Geschäftsführung. Die Erreichbarkeit der Bezirksleiter ist so ein Thema. Dazu gibt es nun auch Fortschritte - wenn auch kleine.

Es hat in der Vergangenheit vonseiten des Arbeitgebers eigentlich nur eine einfache Aussage zum Thema gegeben. Dass man nämlich in bestimmten dringenden Notfällen bitte auch in der Nacht den Bezirksleiter anrufen möge. Der sei auf jeden Fall über 24h an sieben Tagen pro Woche für solche Notfälle erreichbar. Zum Beispiel, wenn man über Nacht akut krank geworden oder ein Unfall passiert ist.

Leider hat das in der Praxis sehr unterschiedlich gut geklappt. Viele Bezirksleiter waren wirklich jederzeit zu erreichen und mussten sich dann auch über den einen oder anderen nicht so dringenden Anruf zu unpassender Zeit ärgern. In einzelnen Fällen hat es aber auch dazu geführt, dass ein Kollege wieder und wieder versucht hat, jemanden zu erreichen und irgendwann entnervt aufgeben musste.

Meistens wurden dann Lösungen über Kollegen/innen gesucht oder man hat sich irgendwie selbst geholfen - manchmal indem zugestellt wurde, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit.

Wir mussten zuletzt auch Berichte von sehr krassen Fällen zur Kenntnis nehmen - und davon, dass es leider (sehr vereinzelt) Bezirksleiter geben soll, die auch für Notfälle zu bestimmten Zeiten grundsätzlich nicht erreichbar sind.

Man muss sich aber immer darüber klar sein, dass jemand, der in einem dringenden Fall seinen Bezirksleiter kontaktieren möchte, eben gerade nicht in Umständen steckt, die es ihr oder ihm ermöglichen, in aller Seelenruhe geduldig im Viertelstundentakt erneute Anrufversuche zu unternehmen.

So ein/e Kollege/in benötigt dringend Hilfe und bekommt sie nicht. Damit muss Schluss sein!

Deshalb wurde uns immer wieder gesagt, dass geprüft würde, einen Notdienst einzurichten. Das kostet aber Geld und deshalb dauert es nun schon lange. Sehr lange, und wurde sogar zwischenzeitlich wieder verworfen.

Jetzt gibt es aber eine klare Aussage zum Thema: Wer seinen Bezirksleiter mit einer Nummer auf dessen Handy anruft, die diesem bekannt ist und die nicht unterdrückt wird, ggf. sogar auf den Anrufbeantworter spricht, hat seine Schuldigkeit getan und muss erstmal nur noch auf den Rückruf warten. Der Bezirksleiter hat dann die Pflicht sich zu melden, sobald er wieder erreichbar ist. Direkte Hilfe ist das nicht, aber immerhin eine Entlastung. Immerhin ein Anfang das Dauerthema irgendwann zu lösen.