Bereits in der Vergangenheit haben wir Euch darauf hingewiesen, was bei Unfällen in der Nacht zu tun ist. Jedoch zeigt sich, dass es immer wieder aktuell ist.

Grundsätzlich gilt alles was im §34 StVO steht. Absichern, evtl. Polizei oder Feuerwehr (bei Verletzten) anrufen, Verletzten helfen (wenn vorhanden). Meist haben wir in der Nacht aber „nur“ Blechschäden. Hier gilt auch: Immer erst Unfallstelle sichern. Fast jeder hat heute ein Smartphone – also Fotos machen, die den Schaden verdeutlichen. Daraus sind auch Datum und Uhrzeit ersichtlich. Danach ist es wichtig, den Bezirksleiter zu informieren. BITTE achtet darauf, dass Eure Nummer nicht unterdrückt ist, damit Ihr zurückgerufen werden könnt. Auch bei Bagatellverletzungen gilt: Ruft den Bezirksleiter an und lasst diese „Bagatellverletzungen“ ins Verbandsbuch eintragen. So ist bei späteren Verschlimmerungen ein Arbeitsunfall dokumentiert.

WER zahlt meinen Schaden am Auto?

Hier trägt der Arbeitgeber das Schadenrisiko, wenn er den Einsatz von Sachmitteln erwartet oder voraussetzt. In unserem Fall eben PKW, Motorroller oder auch das Fahrrad. Dieses Risiko kann er nur auf den Arbeitnehmer übertragen, wenn er eine Zahlung speziell für die Deckung des Risikos leistet. Die Zahlung des Kilometergeldes in Höhe der maximal steuerfreien 30 Cent/km (wie bei uns), deckt nur das Risiko der Höherstufung in der Haftpflichtversicherung. Schäden am eigenen KFZ, bzw. Selbstbeteiligung und Höherstufung in einer Kaskoversicherung, sind damit nicht abgegolten. Bei einem Unfall während der Zustellung habt ihr also einen Anspruch gegenüber dem Arbeitgeber, wenn ihr nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt habt. Denkt immer daran, Ansprüche müssen belegbar sein. Fotos – Zeugen – Polizei. So habt ihr eine rechtliche Grundlage um Ansprüche ersetzt zu bekommen.