Hier wurde bereits mehrfach darüber berichtet, dass auch die BV „Urlaubsgrundsätze“ vom Betriebsrat gekündigt wurde, um einige Dinge neu zu regeln. Diese Neuregelung ist nun erfolgreich abgeschlossen.

In der Folge stellen wir schon jetzt die wichtigsten Eckpunkte der BV vor. Die komplette Betriebsvereinbarung im genauen Wortlaut wird erst mit der nächsten Abrechnung verschickt.

In der Vergangenheit haben einige Kollegen/Innen keine Antworten auf Ihre Urlaubsanträge bekommen - und sich verständlicherweise geärgert.

In der neuen BV ist nun geregelt, dass Ihr auf dem Urlaubsantrag ankreuzen könnt, wenn Ihr auf eine schriftliche Bestätigung verzichten könnt. Die Formulierung ist dabei so gewählt, dass alle, die den Punkt ggf. unabsichtlich überlesen, trotzdem eine Bestätigung bekommen.

Hier soll aber auch ein wenig dafür geworben werden, von dieser Möglichkeit, den Bezirksleitern die Arbeit zu erleichtern, Gebrauch zu machen. Insbesondere in den Fällen, in denen es bei der Urlaubsvergabe erfahrungsgemäß nie Probleme gab, sollte das Kreuzchen gesetzt werden. Denn es gilt nach wie vor der wichtige Grundsatz aus der alten BV, dass Urlaubsanträge, die nach vier Wochen noch nicht abgelehnt wurden, automatisch als genehmigt gelten.

Wo es allerdings früher schon Probleme mit dem Urlaub gab, solltet Ihr von Euch aus nachhören, ob Euer Antrag angekommen ist. Die Bestätigungen werden erst mit den Novemberlöhnen versandt.

Die neuen Anträge liegen dieser Abrechnung bei. Name und Anschrift sind schon vorausgefüllt, die restlichen Daten, insbesondere natürlich Eure Urlaubswünsche, ergänzt Ihr.

Eine weitere wichtige Neuerung ist, dass es nur noch eine Frist gibt, innerhalb derer die Urlaubsanträge gesammelt werden. Diese läuft vom 01.11. bis zum 28.11 eines jeweiligen Jahres (zur Beantragung des Urlaubs für das folgende Jahr). Alle in dieser Zeit eingegangenen Urlaubsanträge werden so bearbeitet, dass die Urlaubswünsche sozial zu bevorzugender Kollegen/Innen (z.B. solche mit schulpflichtigen Kindern) zuerst gewährt werden. Danach möglichst aber auch alle anderen.

Euer BR empfiehlt Euch grundsätzlich alle Urlaubswünsche, die schon im November bekannt sind, unbedingt auch innerhalb dieser Frist einzureichen, da zu diesem frühen Zeitpunkt regelmäßig noch fast alle Urlaubswünsche genehmigt werden können.

Natürlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, Urlaub jederzeit zu beantragen. Man muss sich dann aber darüber im Klaren sein, dass besonders kurzfristig eingereichte Anträge aufgrund vieler bereits vorher gewährter Urlaube abgelehnt werden können. In so einem Fall, wie auch bei allen anderen Problemen bei der Urlaubsvergabe, könnt Ihr Euch natürlich trotzdem auch an Euren BR wenden; zum Beispiel wenn Ihr überprüfen lassen wollt, ob es wirklich schon so viele genehmigte Urlaube in Eurem Gebiet gibt. Denn auch das ist eine Neuerung: Euer BR bekommt jetzt vierteljährlich die Urlaubslisten und kann Euch eine unabhängige Antwort geben, ob eine Ablehnung berechtigt gewesen ist.

Darüber hinaus bleiben viele wesentliche Elemente der alten BV bestehen.

Die Betriebsvereinbarung tritt zum 01.11.2016 in Kraft, gilt also schon für die komplette Urlaubsvergabe 2017. Solltet Ihr schon jetzt oder bei der (dringend zu empfehlenden) Lektüre der BV Fragen haben, wendet Euch gerne an Euren Betriebsrat - oder stellt sie bei der Betriebsversammlung im November!