… zumindest für eine Weile. Gemeint ist ein Bestandteil der neu abgeschlossenen BV "Lohn" in dem festgelegt ist, dass die Zeiten für die Bezirke nicht vom Arbeitgeber angepasst werden - auch nicht, wenn seit der Festlegung durch den Zusatz zum Arbeitsvertrag oder der letzten Vermessung schon einige Abos verloren gegangen sind.

Natürlich wird es weiterhin erforderlich sein, in bestimmten Fällen Vermessungen durchzuführen und dann auch Zeiten zu verändern, die zurzeit im System hinterlegt sind. Dies wird beispielsweise nach Neubesetzungen von Bezirken der Fall sein, aber auch wenn sich Veränderungen an den Bezirksgrenzen ergeben - etwa durch Abgabe von Straßenzügen oder durch die Hinzunahme eines Neubaugebietes. Darüber hinaus gibt es auch (sehr wenige) Bezirke, in denen die Abo-Zahlen steigen. Sollte Dein Bezirk also zu den wenigen "Wachsenden" gehören und Deine Arbeitszeit dadurch oder durch andere Umstände steigen, so kann die Arbeitszeit natürlich auch weiterhin angepasst werden. Für Dich ist es dann wichtig, dass Du für die Bezirke, die Du allein (ohne „Familienhilfe“) trägst, dem Bezirksleiter eine zutreffende Arbeitszeit meldest.

Es bleibt festzuhalten, dass unser Arbeitgeber, im Gegensatz zu vielen anderen Arbeitgebern, nicht versucht, durch zu niedrig angesetzte Arbeitszeiten den Mindestlohn zu umgehen.

Heißt das nun, dass die Zeiten für immer "eingefroren" sind, auch wenn ein Bezirk in zwei oder drei Jahren sehr viele Abos verloren haben sollte und die Arbeitszeit längst viel geringer geworden ist? - Nein, so eine Regelung wäre natürlich nicht besonders gerecht gewesen (auch den Kollegen*innen gegenüber, deren Bezirke etwa nach Neubesetzung gerade frisch vermessen wurden). Vereinbart ist, dass die Zeiten so lange unverändert bleiben, bis ein Geo-Informations-System (GIS) eingeführt wird. Das wird eine der wichtigsten Aufgaben Eures BR in der nächsten Zeit: Der Arbeitgeber darf so ein GIS nämlich nur mit Zustimmung des BR einführen.

Zurzeit gibt es aber noch kein wirklich funktionierendes GIS. Es wird seit mehreren Jahren bei der RZZ Logistik mit Systemen zweier unterschiedlicher Anbieter getestet. Es fragt sich, ob es ein System gibt, dass unsere Bezirke fehlerfrei abbilden und rechnen kann. Inzwischen scheint zumindest eine Entscheidung gefallen zu sein, welches System verwendet werden soll. Sobald das System brauchbare Ergebnisse liefert, werden Geschäftsführung und BR darüber verhandeln, wofür so ein GIS in unserem Unternehmen genutzt werden kann und darf.

Vermutlich wird dies dann Bestandteil der BV "Arbeitszeit" deren Verhandlung im neuen Jahr weiterlaufen wird (sie beinhaltet auch noch andere schwierige Fragen) - wir werden Euch darüber auf dem Laufenden halten. Aber bis all das abgeschlossen ist, hat Bestand, was derzeit gilt: Bei der RZZ bleibt die Zeit stehen!