Über diesen Satz ist der Betriebsrat schon oft gestolpert. Zumindest für die Berechnung des Besitzstandes hat der Arbeitgeber zugesichert, Abrechnungen bei Bedarf erneut zuzusenden.

Es gibt für den Arbeitnehmer (im Gegensatz zum Arbeitgeber) nämlich keine gesetzliche vorgeschriebene Aufbewahrungsfrist für die Lohnunterlagen. Es gibt aber einige triftige Gründe, die Abrechnungen möglichst bis in die Rente aufzubewahren (ggf. auch nur gescannt).

Für Euch selbst und Euren Betriebsrat ist es z.B. immer einfacher, wenn Ihr Eure Abrechnungen noch habt, sollte es zu Unstimmigkeiten kommen. Denn nur dort ist nachweisbar, wann Ihr wie lange gearbeitet habt. Auch Vertretungen und Lohnfortzahlungen sind darauf ersichtlich.

Hier einige Gründe, Abrechnungen zu Hause gut aufzubewahren:

  • Zur korrekten Ermittlung Eurer Rentenansprüche, falls Arbeitgeber "vergessen" haben, Versicherungszeiten zu übermitteln (Ihr seid dann in der Beweispflicht)
  • Auch wenn es frühere Arbeitgeber nicht mehr gibt, seid Ihr in der Beweispflicht für Eure Rentenzeiten
  • Für die Berechnung von Unterhaltsansprüchen oder Verpflichtungen
  • Häufig für die Festlegung von Gerichts- und Anwaltskosten
  • Bei Kreditanfragen
  • Für Steuererklärungen (die ja auch nach Jahren noch gemacht werden können)

Natürlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, alle Lohnunterlagen zu archivieren, dies aber auch nur für einen Zeitraum von maximal 10 Jahren.