Nach Durchsicht der Listen verzichten immer noch ca. 250 Kollegen/innen auf gutes Geld, für das nicht zusätzlich gearbeitet werden muss.

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In den letzten SammelSpitzen haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass es Kollegen/innen gibt, die nach der Umstellung vom Stücklohn zum Stundenlohn durchaus einen Anspruch auf einen höheren Stundenlohn haben als 8,50 €

Dieser Anspruch ist Ergebnis langer Verhandlungen, festgeschrieben in der Betriebsvereinbarung „Lohn“. Auf den Lohnabrechnungen ist er unter „Besitzstandszulage“ zu finden. Er steht den Kollegen/innen zu, die auch schon vor der Umstellung umgerechnet einen höheren Lohn als den gesetzlichen Mindestlohn hatten.

Gehörst Du zu diesen Kollegen/innen?

Wenn Du vor der Umstellung regelmäßig Tourengeld bekommen hast oder wenn für Deine Bezirke (egal ob Stammbezirke oder Vertretungen) nicht durchgehend eine Mindestlohnaufstockung gezahlt wurde, solltest Du auf jeden Fall Deinen Besitzstand errechnen. Oder Du lässt Dir von Deinem Betriebsrat dabei helfen.

Der Betriebsrat stellt auf Wunsch teilweise ausgefüllte Excel Tabellen zur Verfügung, wenn Du anfragst und Deine Personalnummer angibst.

Vielleicht denkst du jetzt: „Erstmal abwarten“ oder „Ja, muss ich machen, wenn mal Zeit ist“. Leider bedeutet abwarten aber, dass Du jetzt regelmäßig Geld verschenkst, denn Ansprüche können nur 3 Monate rückwirkend geltend gemacht werden.

Die Ansprüche sind teilweise nicht unerheblich. Wer beispielsweise 2016 Tourengeld erhalten hat, hat nun einen Anspruch in ungefähr der gleichen Höhe wie das zuvor gezahlte Tourengeld.

Es geht um DEIN Geld und Du solltest nicht darauf verzichten.