Unsere langjährige Kollegin in der Zustellung und engagierte Betriebsratsvorsitzende, Gabriele Schick ist am 30.05.2017 nach schwerer Krankheit verstorben.

Viele Kollegen/Innen aus Zustellung und Betriebsrat haben diese Nachricht bereits mit großer Traurigkeit und Anteilnahme aufgenommen. Hier soll an die Stationen ihrer Tätigkeit im Betrieb erinnert werden.

Seit dem 01.11.1986 war Gabi Schick Zustellerin der damaligen "Ophir", der Unternehmensvorgängerin der heutigen RZZ-Gesellschaften. Bereits zuvor hatte sie im Kölner Süden auch die Zustellung der FAZ (damals noch separat) und dann auch weiterhin parallel zur Zustellung bei der Ophir die "Sonntagstour" dieser Zeitung übernommen.

Über all die Jahre war sie eine sehr engagierte Zustellerin, stets bereit auch spontan für Kollegen/Innen einzuspringen. Dadurch kam sie mit vielen Kollegen/Innen in ihrem Vertriebsbereich in Kontakt und war vielen nicht nur als gute Vertreterin, sondern auch als freundliche, hilfsbereite Kollegin gut bekannt.

So kam ihr auch eine Schlüsselrolle zu, als es 2009 nach der unrechtmäßigen Lohnkürzung viele Fragen gab und etliche Kollegen/Innen die Kürzung nicht einfach hinnehmen wollten.

Durch diese Fragen und Unmutsäußerungen ist dank weniger besonders verständnisvoller und engagierter Kolleginnen und Kollegen, vor allem auch dank Gabi Schick, eine Gruppe entstanden, die sich, unterstützt von der im Betrieb vertretenen Gewerkschaft, organisiert und gegen die Kürzung geklagt hat.

Aus dieser Gruppe sind nach Aufspaltung unseres Unternehmens die ersten Wahlvorstände und Betriebsräte entstanden. Bei der damals gegründeten RZZ Köln linksrheinisch GmbH ist Gabi Schick zur Vorsitzenden zunächst des Wahlvorstandes und dann auch des Betriebsrates gewählt worden.

In dieser Funktion haben sie in den Jahren 2010 bis 2014 viele von uns kennen und schätzen gelernt.

Im Zuge der unternehmerischen Verschmelzung und der folgenden betrieblichen Zusammenlegung bekam Gabi Schick leider Kenntnis von ihrer schweren Erkrankung und hat sich aus der Betriebsratsarbeit zurückziehen müssen, um mit voller Kraft gegen ihre Erkrankung kämpfen zu können.

Unsere Gedanken sind in dieser Zeit vor allem auch bei ihrem Ehemann, unserem Kollegen Rolf Schick, und der Familie. Wir wünschen viel Kraft und Zuspruch in diesen schwierigen Zeiten.

Lasst uns gemeinsam darauf hinwirken, dass all die Arbeit und Anstrengungen von Gabi Schick bewahrt und fortgesetzt werden, indem wir unsere Arbeit korrekt und gewissenhaft, aber auch mit einer sehr wehrhaft positiven Grundeinstellung erledigen. Und indem wir vor allem auch als Menschen und Kollegen/Innen füreinander einstehen, uns über unsere Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten genau informieren und beständig und solidarisch an deren Verbesserung arbeiten.