Schon zu Zeiten des Stücklohns wurde durch den Mindestlohn die Erfassung der täglichen Arbeitszeit relevant. Diese kann der Zusteller / die Zustellerin in einer Anlage zum Arbeitsvertrag vorgeben.

Diese Anlage ist bei Neueinstellungen oder bei Anpassungsbedarf der Zustellzeit vom Arbeitnehmer neu auszufüllen. Dem Betriebsrat ist aufgefallen, dass seit Beginn des Jahres eine Version dieser Anlage verwendet wurde, die so nicht mit dem Betriebsrat abgestimmt wurde.

In dieser geänderten Version wurde mehrfach Bezug auf ein Geo-Informations-System (GIS) genommen. Ein solches System befindet sich derzeit in der Erprobung. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht gesagt werden, ob und mit welchen Funktionen ein solches System überhaupt eingesetzt wird.

Ausführliche Informationen über den Stand der Erprobung erhaltet Ihr auf den nächsten Betriebsversammlungen und in den kommenden SammelSpitzen.

Nach Rücksprache mit der Geschäftsführung war diese sofort bereit, wieder die mit dem Betriebsrat abgesprochene Version ohne Hinweis auf ein GI-System zu verwenden.

Solltet Ihr 2017 eine geänderte Version unterschrieben haben, so könnt Ihr über Euren Bezirksleiter / Eure Bezirksleiterin die „richtige“ Version anfordern und mit den Angaben zu Eurer Arbeitszeit ausfüllen.

Kommt der Arbeitgeber mit dem Wunsch auf Euch zu, die Arbeitszeit (nach unten) zu korrigieren, so nehmt Kontakt mit dem Betriebsrat auf. Bei einem diesbezüglichen Gespräch habt Ihr das Recht auf Unterstützung durch ein Betriebsratsmitglied.