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Der Sommer ist vorbei

Die Zeit von “ Ho-Ho-Ho“ mit dem Weihnachtsmann ist nicht mehr fern. Die Adventkalender sind gedruckt und die Supermärkte räumen die Regale für Spekulatius, Marzipan und Zimtstern.

Für den Weihnachtsbraten sind die Kühltruhen schon mit Hase und Gans gefüllt. Zur Vorfreude unseres Arbeitgebers muss alles nur noch mit Inserat oder Prospekt im Kölner Stadtanzeiger beworben werden. Die Zeitungen werden schwerer (da sind wir aber froh).

Schon jetzt ist „Maria“, nicht als Mutter an der Krippe, sondern als Ex-Hurrikan auf dem Weg von der Karibik entlang der US-Ostküste über den Atlantik nach Europa gezogen und im Brexit-Gebiet England niedergekommen. Von dort aus soll sie uns als Tiefdruckgebiet einen nassen und windigen Oktober bescheren - soweit die Prognose des Meteorologen - vielleicht auch nur eine alte Bauernregel: „Regen an Sankt Remigius bringt für den ganzen Monat Verdruss“ (da sind wir aber froh).

Allemal sicher ist, dass es zunehmend kälter und feuchter wird. Bei nassem Laub und nicht in weiter Ferne bei Graupel, Schnee und tückischer Eisglätte besteht Rutschgefahr. Wir sind beim Thema Arbeitssicherheit von Kopf bis Fuß. Fangen wir von oben an und lassen mal den Helm für Fahrradfahrer beiseite.

Oben hilft uns der Arbeitgeber mit Kapuzenjacke zum Schutz vor Nässe. Jeder Zusteller kann die Jacke incl. wärmenden Innenfutter von seinem Bezirksleiter / seiner Bezirksleiterin erhalten, in etwas besserer Qualität mit einer Zuzahlung von 15€. Eine Garantie für Wasserdichtheit, z. B. durch versiegelte Nähte gibt es nicht.

Unter der Jacke, im Beinbereich, wird der Arbeitgeber kleinlich. Überziehbare Regenhosen gehören nicht zur Arbeitskleidung. Offenbar spielt Bein und Wade - ob nur kalt oder klitsche nass - für unsere Gesundheit und Arbeitssicherheit keine Rolle.

Und was ist mit den Füßen? Da gab es mal was. Wir hatten einmal bei geringer Zuzahlung ein Anrecht auf von Zusteller/innen getestete und für gut befundene Arbeitsschuhe. Diese Regelung wurde vor ca. 7 Jahren vom Arbeitgeber mit der Begründung ausgehebelt, dass ein Tourengeld von 30Cent pro km gezahlt wird.

Mit der Umwandlung von Stücklohn auf Stundenlohn entfiel das Tourengeld. Jetzt gibt es nur noch so etwas wie eine Art Arbeitsanweisung, bitte geeignetes Schuhwerk zu tragen. Das muss nicht so bleiben. Denn so wie die Jacken gehört auch festes Schuhwerk zur Arbeitskleidung, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellen müsste. Berufsgenossenschaft und Betriebsärzte in Zustellbetrieben, wissen über die häufigsten Unfallursachen. Es sind Stolperunfälle, mit Kopfverletzungen, Schürfwunden und schwere Knochenbrüche. Das gilt es zu vermeiden.

Hilfreich sind dabei Spikes, die Ihr Euch bei Eurem Bezirksleiter / Eurer Bezirksleiterin abholen könnt. Bitte zieht Eure Sicherheitsjacke mit reflektierenden Elementen an, zu mindestens eine Sicherheitsweste.

Taschenlampen/Stirnlampen bekommt Ihr auch gestellt oder reicht eine Quittung ein, auch für Batterien reicht eine Quittung und Ihr bekommt diese vom Arbeitgeber ersetzt.

Die Autofahrer/innen unter uns müssen rechtzeitig Winterreifen oder Allwetterreifen haben.

Plant mehr Zeit bei Schnee, Regen und Glatteis ein, Ihr könnt den Mehraufwand Eurem Bezirksleiter / Eurer Bezirksleiterin melden.

Bei Glatteis und Gewitter gilt grundsätzlich: „Bringt Euch nicht selber in Gefahr!“

Sollte das Wetter eine Zustellung unmöglich machen, meldet es direkt Eurem Bezirksleiter / Eurer Bezirksleiterin.

Abschließend wünschen wir Euch einen schönen Altweibersommer und kommt gut und gesund durch die kälter werdende Zeit. Euer Betriebsrat.