Kann bei der Festlegung der Zeiten für Eure Bezirke keine Einigung erzielt werden, ist die Lösung häufig: „Vermessen!“

Ein vieldeutiges Wort. Zurzeit hat es in unserem Betrieb leider auch einen etwas negativen Klang bekommen wie uns zuletzt zu Ohren gekommen ist. Höchste Zeit ein paar Dinge zu erklären: Wenn ein Bezirk vermessen wird, ist das grundsätzlich nichts Schlechtes. Eine Vermessung, die zur Berechnung der Löhne gültig sein soll, muss laut unserer Betriebsvereinbarung gewisse Kriterien erfüllen. Zum Beispiel haben sowohl Arbeitgeber als auch BR das Recht dabei zu sein. Soll eine Vermessung zur Ermittlung genauer Arbeitszeiten erfolgen, um daraus eine eventuelle Aufstockung auf Mindestlohnniveau errechnen zu können, sollte sie außerdem vom Stammzusteller in normaler Arbeitsgeschwindigkeit erfolgen. So wurde es zuletzt abgesprochen.

Wenn Ihr jetzt gebeten werdet, Eure Zeiten anzugeben und dies zu unterschreiben, lasst Euch nicht verunsichern. Wenn ein Bezirksleiter Zweifel an den von Euch genannten Angaben hat, was sein/ihr gutes Recht ist, ist eine Vermessung keine Drohung, sondern für beide Seiten das Beste, um die tatsächlichen Werte zu ermitteln. Und eine Vermessung nach den hier beschriebenen Maßstäben kann nie dazu führen, dass Ihr unfair behandelt werdet! Die Ergebnisse aus der letzten großen Vermessungs-Aktion (2009) sind häufig überholt. Die meisten aktuellen Messungen bestätigen einen erhöhten Zeitbedarf - sind also zum Wohle der Zusteller/innen! Manchmal haben wir gar den Eindruck, dass man sich damals ein bisschen vermessen hat…