Die nächsten zwei Erhöhungen des Mindestlohns sind bereits fest für 01.01.2022 und 01.07.2022 geplant. Weitere Schritte sind abhängig von den anstehenden Koalitionsverhandlungen zu erwarten.

GeldFoto I. Heuer

Aktuell steigt die Inflationsrate getrieben von Energie- und Mietkosten wieder deutlich. Diese Preiserhöhungen treffen Arbeitnehmer*innen im Mindestlohn besonders. Eine Anhebung des Mindestlohns ist aber auch nötig, damit Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter von Ihrer Rente leben können.

Die jetzt für 01.01.2022 geplanten Anhebungen auf €9,82/h und ab 01.07.2022 auf €10,45/h können daher noch nicht das Ende sein.

Vor der Wahl haben sich einige Parteien bei den versprochenen Mindestlöhnen gegenseitig überboten. Was von den Versprechen übrig bleibt, wird die Zukunft zeigen.

Insbesondere bei uns Zeitungszustellern gibt es aber auch die negative Seite zu beachten.

Für Minijobber sinkt die mögliche Arbeitszeit ab 01.01.2022 weiter auf maximal ca. 1h45min täglich. Bei Anspruch auf Weihnachtsgeld kann aber auch schon ab etwas über 1h30min die aktuelle Minijobgrenze überschritten werden. So kann es sein, dass eine Bruttolohnerhöhung zu weniger Netto führt.

Eine Standardreaktion jedes Arbeitgebers bei steigenden Lohnkosten ist die Arbeitsverdichtung.

Bei uns ist dies auch schon mit der gestarteten Gebietsoptimierung und der hinzugenommenen Zustellung von Zeitschriften zu beobachten.

Der BDZV (Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungverleger) hatte bereits bei der Einführung des Mindestlohns eine Übergangsregelung für Zeitungszusteller*innen erreicht. Auch bei der zukünftigen Entwicklung bleibt abzuwarten, ob wir eins zu eins profitieren werden. Wir werden berichten!