Am 17. und 18. Mai fand im Verlagshaus an der Amsterdamer Straße die erste Vollkonferenz aller Betriebsräte der Mediengruppe M. DuMont Schauberg – also unseres „Mutterkonzerns“ – statt.

BK1Betriebsräte-Vollkonferenz in Köln mit über 100 Betriebsräten

Und unser Betriebsrat war natürlich auch dabei. Aber was heißt natürlich – so natürlich ist das gar nicht. Es war ein langer Weg, der jetzt dazu geführt hat, dass zumindest auf der Seite der Betriebsräte endlich wieder ein bisschen zusammenwächst, was zusammen gehört. Schließlich hängen wir alle im Verlag nach wie vor ganz wesentlich über ein Produkt zusammen, das die Haupteinnahmequelle des Konzerns ist – und wohl auch noch eine Weile bleiben wird: Die gedruckten Tageszeitungen.

Diese Tatsache war ein ganz wesentlicher Bestandteil der Vorträge der Verlagsverantwortlichen am ersten Tag. Unter anderem Dr. Christoph Bauer (Vorstandsvorsitzender) und Oliver Sengling (Personalvorstand) stellten in längeren Redebeiträgen aber dar, dass der Konzern längst umgebaut wird, da die gedruckten Tageszeitungen jedes Jahr an Auflage verlieren und auf lange Sicht große neue Geschäftsfelder erschlossen werden müssen.

Einhellige Meinung der Betriebsräte: Ja, der Konzern muss umgebaut werden, aber das kann fair gestaltet werden, wenn man zusammenarbeitet und sich gegenseitig unterstützt. Es gibt bereits etliche Arbeitsgruppen, in denen Betriebsräte ganz unterschiedlicher Betriebe (selbst die Hausverwaltung ist mittlerweile eine eigene Firma…) über konzernweit relevante Themen verhandeln.

BK2Arbeitsgruppe Zeitungszustellung/Logistik

Für die Betriebsräte aus den Logistik-Betrieben (also fast ausschließlich aus Halle und Köln, da die Verlagszeitungen die in Hamburg und Berlin zu Hause sind praktisch keine eigene Zustellung/Logistik mehr haben, sondern diese Dienstleistung fremd vergeben) waren die Gelegenheiten zum Kennenlernen und Austauschen wohl der wichtigste Teil der Konferenz. Diese Gelegenheit ergab sich zunächst inoffiziell beim gemeinsamen Grillen am Abend, aber noch viel direkter und ganz offiziell in der Logistik-Arbeitsgruppe am 2.Tag.

Schade, dass kein Vertreter der RZZ-Logistik an der Konferenz teilnehmen konnte, denn der Erfahrungsaustausch wurde von allen Teilnehmenden als sehr wertvoll beurteilt. Es wurden Kontaktdaten ausgetauscht und Anschlusstermine ins Auge gefasst. So war es denn auch vor allem der Bericht aus der Arbeitsgruppe Logistik, der zum Abschluss der Konferenz die große Bedeutung des Austausches und der Vernetzung hervor hob. Der Applaus der anwesenden Betriebsräte bewies, dass diese Bedeutung offenbar sehr verbreitet geschätzt wurde.

Es gibt noch vieles mehr zu berichten. Das werden wir auf den nächsten Betriebsversammlungen nachholen (siehe Artikel)