Die SammelSpitze Ausgabe 51 hat einige Bezirksleiter/innen verärgert. Vor allen Dingen der Artikel „An der Uhr gedreht“. Um was geht es?

Der Artikel beschreibt die schädlichen sozialen und gesundheitlichen Folgen von Nachtarbeit. Als Entschädigung fordert er eine Nachtzulage von 30% auf den Zustelllohn.

Aus manchen Bereichen ertönte der Ruf, dass die Autoren aus dem Betriebsrat doch besser ein Papiertaschentuch zum Weinen genommen hätten, anstatt diesen Artikel „An der Uhr gedreht“ zu schreiben. Euer Betriebsrat hat reagiert und es tatsächlich getan. Aber nicht aus erwünschter Trauer sondern aufgrund lebhafter Erheiterung über die Reaktion unserer „Vorgesetzten“. Vor lauter „Lachen“ konnten wir die Tränen nicht zurück halten. Zum Trost einiger Bezirksleiter/innen: Wir haben nur Taschentücher verwendet, die fest und flauschig waren.

Wir bleiben dabei: Nachtarbeit ist grundsätzlich schädlich, gesundheitlich und auch in sozialer Hinsicht. Unter anderem kann sie zu Vereinsamung führen. Dabei ist hinreichend erforscht. Einsamkeit wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus. Doch jeder kann hier aktiv entgegenwirken.

Dazu ein Kommentar des Psychologie-Professors Jürgen Margraf von der Universität Bochum: "Stabile und vertrauensvolle soziale Beziehungen sind der beste Schutz für die psychische und auch körperliche Gesundheit."

Damit wir alle fit und gesund bleiben und nicht vereinsamen, hat Euer Betriebsrat schon jetzt unsere nächsten Betriebsversammlungen vorbereitet.