In letzter Zeit haben sich Kollegen bei Eurem Betriebsrat gemeldet, die nachts bei der Zustellung von Betrunkenen, Drogenabhängigen oder psychisch Kranken belästigt oder sogar angegriffen worden sind.

Allen gemein war eine gewisse Hilflosigkeit gegenüber der Situation, verbunden mit der Angst, dass es in den nächsten Nächten zu Wiederholungen kommen kann.

In der Nacht selbst hilft oft nur, aus der Gefahrenzone möglichst schnell herauszukommen. Das heißt, dort wo Ihr gerade zustellt erst einmal abzubrechen und woanders in Eurem Bezirk weiterzumachen. Oft ist danach "die Luft wieder rein".

Niemals solltet Ihr auf Provokationen reagieren und immer möglichst deeskalierend wirken.

Zur Not die Zeitungen liegen lassen, erst einmal die Situation verlassen und eventuell die Polizei rufen, die natürlich nur im akuten Fall behilflich sein kann.

Möglicherweise erkennt man schon von weitem, dass eine Situation beängstigend sein oder werden kann. Dann möglichst schon vorher umdrehen.

Ihr solltet auf jeden Fall, am Morgen, Eure Bezirksleiterin bzw. Euren Bezirksleiter über derartige Geschehnisse informieren und auch mit ihr/ihm über Eure Ängste reden.

Auch könnt Ihr immer Euren Betriebsrat ansprechen, der Euch darin unterstützen wird, zusammen mit Euren Bezirksleitern Lösungen für die nächste Zeit zu finden.

In der Vergangenheit konnte dies z.B. bereits Dank einer engagierten Bezirksleiterin durch einen kurzfristigen Bezirkswechsel geschehen.

Mehr gute Tipps und Hilfen gibt es auch im Selbstbehauptungskurs, der demnächst stattfinden soll.

Siehe auch Artikel „Selbstverteidigung“.