Wir hoffen alle, dass wir davon verschont bleiben, aber leider kann es jeden von uns treffen. Dann ist es gut, zu wissen, wie wir uns in einem solchen Fall richtig verhalten (verhalten sollten).

Unfälle passieren eben, auch wenn wir alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen oder eingehalten haben. Dazu gehört vor allem entsprechende Kleidung und Schuhwerk, sowie eine Warnweste bzw. Warnjacke und eine Stirnleuchte zu tragen und die Verkehrsregeln sowohl als Fußgänger, Fahrradfahrer als auch als Autofahrer zu beachten.

Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, dann gibt es mindestens vier Varianten:

1) Wir sind als Fußgänger, Fahrradfahrer oder Autofahrer unterwegs und verletzen uns durch einen Unfall beim Austragen der Zeitung, sei es durch eigene Unachtsamkeit oder durch äußere Einflüsse, wie schlechtes Wetter oder schlechten Zugang zum Briefkasten des Abonnenten. In diesem Fall gilt, auch wenn akut kein Notarzt benötigt wird, aber offensichtlich eine Verletzung besteht, zum Unfallarzt (Durchgangsarzt) zu gehen und den Unfall dem Arbeitgeber zu melden.

2) Verursachen wir als Fußgänger oder Fahrradfahrer einen Schaden während der Arbeit, so haftet die private Haftpflichtversicherung leider nicht. Bei Schäden an fremdem Eigentum ist der Geschädigte und ansonsten die Polizei zu verständigen.

3) Wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs sind und einen Unfall erleiden oder in einen Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer verwickelt sind, dann sollten wir nicht nur eventuell zum Unfallarzt gehen, sondern auf jeden Fall unsere Verletzung und einen möglichen Schaden am Fahrrad dem Arbeitgeber melden. Sollte ein anderer Verkehrsteilnehmer und/oder ein anderes Fahrzeug betroffen sein, sollte man Fotos von den Schäden machen, die Personalien und das Kennzeichen aufnehmen. Sollte es kein Einverständnis über den Hergang des Unfalls geben, ist es ratsam, die Polizei zu verständigen.

4) Ereignet sich der Unfall mit dem Auto, so gilt im Grunde das gleiche wie für den Fahrradfahrer: Fotos machen, Personalien der Unfallbeteiligten und etwaiger Zeugen und das Kennzeichen notieren. Den besten Nachweis für den Unfallhergang bietet aber nun mal ein Polizeibericht und der von der Polizei erstellte und von den Unfallbeteiligten unterschriebene Unfallbericht. Bei nur leichter Fahrlässigkeit muss der Arbeitgeber für Schäden am eigenen Fahrzeug aufkommen. Natürlich gilt auch hier, bei Verletzungen, die nicht vom Notarzt behandelt werden müssen, zum Unfallarzt zu gehen und dem Arbeitgeber den Unfall zu melden.