Zeitungen haben keine Zukunft. Dieses Mantra, oft genug vor sich hergesagt, lässt Möglichkeiten zu Sicherheiten werden.

Das Verlagshaus DuMont hat sich im letzten Jahr so aufgestellt, dass eine der Säulen im Konzern, die Zeitungen, gut verkauft werden kann.

Hierbei allerdings sieht man das erste Mal seit langem Einfallsreichtum am Werk.

Die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier, angeschlagen durch fortdauerndes Einsparen, sind jetzt an ein erfolgreiches Berliner Unternehmerehepaar (Silke und Holger Friedrich) verkauft worden.

Diese haben einen Plan, der ohne weitere Sparrunden auskommt. Die Belegschaft wurde im Ganzen übernommen, auch die Druckerei.

Dort sagte man vor einem Jahr noch, dass irgendwann bestimmt der Stecker gezogen wird.

Zudem ist der Bund der Zeitungsverleger angefressen, weil hier Leute Mut und Ideen haben, die keinen Stallgeruch besitzen.

Wünschen wir allen in Berlin das Beste für die Zukunft.

Zwei unabhängige Quellen haben in den vergangenen 14 Tagen bestätigt: Auch die Hamburger Morgenpost ist so gut wie verkauft.

Hier übergeben die Eigentümer die Zeitung nach diesen Spekulationen an das Hamburger Management der Morgenpost.

Auch das muss nicht das Schlechteste sein, wissen die Hamburger doch am Besten, was gut für sie ist.

Bleiben noch Halle und Köln; sind hier die Synergieeffekte bedeutsam genug?

Eine Nachricht von Horizont.net lautete im Juli, dass die Madsack Mediengruppe anderes zu tun habe, als sich DuMont ans Bein zu binden.

Mal sehen, was da noch kommt.