In der Unfallbilanz der Zusteller verzeichnen wir einen Rekord bei den Treppenstürzen.

Jeder von uns Zustellern hat sie in seinem Bezirk. Die Einen, immer nur ein paar Stufen an den Hauseingängen, die Anderen endlos lange Treppen, weil die Häuser in den Hang gebaut wurden und natürlich die Briefkästen oder Zeitungsrollen ganz oben an der Haustüre hängen.

Dabei sind wir uns absolut sicher die Treppen mit verbundenen Augen zu kennen.

Oft vergessen wir, dass im Grunde die Treppen sich jeden Morgen anders anfühlen. Das Wetter ist täglich anders. Mal ist es trocken, mal hat es geregnet, dann gibt es überfrierende Nässe. Jeden Morgen die gleichen Treppen und doch immer wieder neu.

Auch unser Kopf ist nicht jeden Morgen bei den Treppen. Mal sind wir gedanklich schon beim nächsten Kunden oder den Geschehnissen des vorigen Tages, mal ist es schlichtweg die Zeitung, die sich heute nicht so gut rollen lässt, wie an den anderen Tagen.

Bleiben noch die Treppen selbst, die sich im Laufe der Zeit verändern. Platten liegen lose auf den Stufen, Ecken bröckeln mit der Zeit ab und schlecht oder gar nicht beleuchtet sind die Treppe auch noch.

Damit wir den Gefahren bestmöglich begegnen können, gibt es ein paar einfache Regeln, die uns helfen sicher durch die Zustellnacht zu kommen.

Wichtig ist immer festes Schuhwerk, am besten mit einer guten Profilsohle. In unseren Köpfen dürfen Treppen eben nicht blind gelaufen werden und auf keinen Fall in sportlichem Tempo, denn dabei übersieht man leicht mal eine Stufe. Nehmt Euch die Zeit, die Ihr für eine Treppe braucht. Haltet Euch (soweit vorhanden) am Geländer fest und benutzt auf jeden Fall Eure Taschen- bzw. Stirnlampen. Auch die Zeitung für den nächsten Kunden muss nicht vorbereitet werden, während Ihr die Treppen benutzt.

Wir hoffen Ihr meistert jede Stufe und kommt unverletzt durch die Zustellnächte.