Zu Beginn vergangenen Jahres bot DuMont alle Zeitungen zum Verkauf an. Der Verlag verkaufte danach eine Zeitung nach der anderen.

Die Standorte Halle, Berlin und Hamburg wurden aufgegeben. Nur der Kölner Stadtanzeiger und der Express blieben erhalten. Dank auch des Einsatzes von Ver.di und des MDS-Betriebsrates erklärten sich die Eigner bereit, „das publizistische Erbe“ in Köln fortzusetzen.

Zwar sind Kündigungen vom Tisch, doch etwa 200 Beschäftigte der Stammbelegschaft müssen auf Teile ihres Einkommens in Summe von ca. zwei Millionen Euro verzichten. Eigentlich wollte der Arbeitgeber das Doppelte einsparen und der halben Belegschaft kündigen. Doch dann wäre die Druckerei nicht mehr arbeitsfähig gewesen.

Nun sollen Fremdaufträge, vorwiegend vom tariflosen Unternehmen „Weiss Druck“ in Monschau, zurückgeholt werden.

Ab dem 1. Januar 2021 will man wieder zusätzlich 60.000 Zeitungen in Köln drucken. Bei einer um 1,5 Std. auf 33,5 Wochenstunden verkürzten Arbeitszeit und damit einhergehendem Entgeltverzicht ist eine Beschäftigungsgarantie für die Belegschaft bis Ende 2023 festgelegt.

Wir Zusteller erwarten nun, dass bei verkürzter Arbeitszeit der Drucker und erhöhtem Druckvolumen die Druckstrecken auch regelmäßig gewartet werden, damit die Zeitungen pünktlich per Spedition zur Verteilung an die Abladestellen geliefert werden.

Verzögerungen verärgern die Abonnenten und verlangen von uns immer wieder (meist nicht vertragskonforme) Überstunden, die ohne Zulage und oft nach 6:00 Uhr zunehmend ohne angemessenen Ersatz für die Nachtzulage nur mit Mindestlohn honoriert werden. Hier besteht Handlungsbedarf!

Euer Betriebsrat braucht dabei Deine Unterstützung. Deine Erfahrungen sind uns wichtig. Ruf an, schreib oder schicke uns eine E-Mail.