Wie die staatlich versprochenen 300 Euro vom Entlastungspaket ausgezahlt werden.

Dass die Energiekosten förmlich explodieren, haben mittlerweile wohl alle gemerkt, sei es an der Tankstelle, beim Strom, bei der Heizung und sogar im Supermarkt.

Die Bundesregierung hat deshalb nun ein erstes Verbraucher-Entlastungspaket geschnürt.

Unter anderem steht allen einkommensteuerpflichtigen Verbrauchern (die in den Steuerklassen 1-5 einsortiert sind) eine Energiepreispauschale in Höhe von pauschal 300 Euro zu.

Laut Bundesregierung soll die Summe als „Zuschuss zum laufenden Gehalt“ „on top“ vom Arbeitgeber ausgezahlt werden. Der Zuschlag für Bürgerinnen und Bürger soll dabei unabhängig von den geltenden steuerlichen Regelungen gewährt werden. Bedeutet: Pendlerpauschale, Mobilitätsprämie, steuerfreien Arbeitgebererstattungen und Job-Ticket sind davon nicht betroffen.

Der Arbeitgeber seinerseits erhält die den Arbeitnehmern staatlich gewährte Energiepreispauschale durch verminderte Lohnsteuerabgaben gegenüber dem Finanzamt erstattet.

ACHTUNG:

Die Energiepreispauschale unterliegt arbeitnehmerseitig der Einkommenssteuer und muss deshalb voll versteuert werden.

Je nach individueller Steuerklasse erhalten Arbeitnehmer dann gerade mal im Extremfall etwas mehr als 150 Euro von den ursprünglichen 300 Euro. Unsere Zeitungszusteller*innen dürften allerdings einen deutlich geringeren Steuersatz haben.

Der Auszahlungszeitpunkt steht leider zum Redaktionsschluss der Sammelspitze noch nicht fest.

Eine Regelung zur Förderung von Minijobbern fehlt aktuell leider genauso wie die genaue Gestaltung der Bezahlung an Bezieher von Sozial-/Transfer-leistungen. Geplant sind hier Zuschüsse von €200,-.