Die Entwicklung des Mindestlohnes begann vor der Pandemie und vor dem Krieg in der Ukraine.

HeißluftFoto I. Heuer

Die Bedingungen der Lebenshaltung sind aktuell höher und stärker strapaziert als je zuvor. Nicht nur die Energiekosten sondern auch die Lebensmittelkosten explodieren.

Die gestiegenen Preise stellen sowohl für die Arbeitnehmer als auch für die Unternehmer eine Herausforderung dar.

Gewerkschaften aber auch Betriebsräte bemühen sich, die nicht einfache Balance zwischen Anspruch und Möglichkeiten herzustellen.

Um bei dem Bild des Ballons zu bleiben, so stellt der Lohn der Arbeitnehmer*innen den Ballast dar, der auch die Flughöhe oder das Überqueren von Hindernissen beeinflusst.

Ist dieser Ballast zu hoch, wird sich der Ballon (oder auch Arbeitnehmer und Unternehmenslenker) nicht ausreichend über die Berge bewegen können oder sich sogar einer Bruchlandung ausgesetzt sehen.

Natürlich spielen für einen guten Verlauf neben „dem Ballast“ auch die Thermik eine Rolle (die wirtschaftlichen Bedingungen weltweit).

Die Welt ist allerdings in Unruhe, auch deshalb sind wir schlechten Rahmenbedingungen ausgesetzt (Berge und Klima sind dominanter und präsenter, der Ballon hat Tücken zu überwinden), die Pandemie und der Krieg in der Ukraine zeigen Zähne.

Aber auch der Staat hat die Pflicht, lenkend einzugreifen.

Aus diesem Grunde ist im Moment die Erhöhung des Mindestlohnes auf € 12.– ein angemessener Schritt in die richtige Richtung, auch wenn Gegenwind die Stabilität und den Komfort (Lebensqualität) uns, aber auch die Unternehmer stark beeinträchtigen und fordern.

Augenmaß und Geduld sind hier ein guter Berater.

Die Karten werden sicher später neu gemischt und neuer Auftrieb wird uns neue Horizonte eröffnen.