Einige Vertriebsbereiche haben die Gebietsoptimierung schon umgesetzt, bei den anderen steht sie in den nächsten Monaten bevor.

Erfahrungsgemäß werden sich Eure tatsächlich benötigten Arbeitszeiten durch die Gebietsoptimierung ändern. Zur Überprüfung Eurer Arbeitszeiten und Eurer Lohnabrechnungen hier einige Empfehlungen:

Schreibt täglich Anfang, Ende und Dauer Eurer Arbeitszeit auf. Alle, die mit einem Fahrzeug unterwegs sind, notieren sich auch die gefahrenen Kilometer. Bei Zustellern, die nur Stammbezirke tragen, zählen die Arbeitszeit und die Kilometer vom Aufnehmen der Zeitungen an der Abladestelle bis zum letzten Kunden.

Für alle anderen, d.h. Springer (auch Stammzusteller, die zusätzlich Vertretungen machen), berechnen sich die Arbeitszeit und die Kilometer von zu Hause bis zu Hause.

Am Monatsende müsst Ihr die Summe der täglichen Arbeitszeiten und die Summe der Kilometer ausrechnen.

Falls die in Eurem Arbeitsvertrag festgelegte durchschnittliche tägliche Arbeitszeit überschritten wird, müsst Ihr die Mehrarbeit der Bezirksleitung mitteilen.

Auch wenn Ihr weniger als die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit gearbeitet habt, wird diese auf jeden Fall bezahlt. Zum Beispiel lt. Arbeitsvertrag 65 Stunden, lt. Aufzeichnung 57 Stunden.

Vergütet werden mindestens 65 Stunden!

Beispielrechnung:

laut Aufzeichnung insgesamt:                            73 Std.
laut Arbeitsvertrag: 26 Tage x 2,5 Std./Tag =    -65 Std.
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Mehrarbeit                                                           8 Std.

Die Aufzeichnungen zum Nachweis an die Bezirksleitung schicken und eine Kopie aufheben!

Die Lohnabrechnung würde in diesem Beispiel so aussehen:

Zustelllohn 638,30 € (65 Stunden x 9,82 € )
Mehrarbeit 78,56 € ( 8 Stunden x 9,82 €)

Zusätzlich sollten 25% Nachtzuschlag steuerfrei für die Arbeitsstunden bis 6.00 Uhr gezahlt werden.

Eine Kontrolle kann nicht schaden.

Bei einer Arbeitszeit von weniger als 2 Stunden täglich beträgt der Nachtzuschlag 10 bzw. 20 % je nach Einstellungszeitpunkt.

Für Stammzusteller sind die Kilometer im Bezirk hinterlegt und werden automatisch vergütet. Springer (auch Stammzusteller, die zusätzlich Vertretungen machen), sollten die tatsächlich gefahrenen Kilometer geltend machen.

Das Kilometergeld wird ebenfalls steuerfrei vergütet. Beim KFZ sind das 0,30 € pro Kilometer.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf den Betriebsversammlungen.

Jeder Zusteller sollte in der Lage sein, die Lohnabrechnung zu überprüfen!