Im vergangenem Monat hat wohl jede Zeitungszustellerin und jeder Zeitungszusteller bei der RZZ Köln Rheinland mehr oder weniger deutlich die Auswirkungen einer Softwareumstellung mitbekommen.

In „unserem“ Medienhaus Dumont Rheinland wurden möglichst viele Prozesse auf die Verlagssoftware VI&VA (Verlags-Information & Verkaufs-Anwendung) umgestellt.

Wir Zeitungszusteller/innen konnten dies gut an geänderten Deckblättern, Zustellermitteilungen und Bestandslisten erkennen

Eine größere Softwareumstellung funktioniert nie ganz reibungslos. Es ist aber anzunehmen, dass der Umfang der Probleme und der nötige personelle und zeitliche Aufwand zur Behebung dieser Fehler doch vorher unterschätzt wurde.

Wie wir von anderen Betriebsräten am Standort Köln erfahren haben, gab es bei der Umstellung nicht nur in unserem Betrieb massive Anlaufschwierigkeiten.

Bei uns sind hauptsächlich folgende Probleme aufgetreten:

  • fehlerhafte Bestandslisten mit dazu „passenden“ fehlerhaften Liefermengen
  • falsche bzw. fehlende Veränderungsmeldungen. Hier gab und gibt es wohl insbesondere Probleme bei Fremdprodukten
  • unsinnige Reklamationsmeldungen, teilweise mehrere Wochen alt, teils schlicht ungerechtfertigt
  • mehrfache Veränderungsmeldungen, aufgeteilt auf verschiedene Spitzenpakete
  • Veränderungsmeldungen und Reklamationen auf einigen Deckblättern für alle Passanten offen sichtbar
  • Layout der Bestandslisten und der Deckblätter sehr unübersichtlich und damit fehlerfördernd

Euer Betriebsrat hat diese Probleme selbstverständlich bei unserer Geschäftsführung angesprochen. Die Auflistung deckte sich in weiten Teilen mit den Erfahrungen der Bezirksleiter/innen und der Geschäftsführung.

Alle diese Probleme sollen in absehbarer Zeit behoben sein. Bis dahin bleibt festzuhalten:

  • Der durch diese Probleme entstandene und noch entstehende Arbeitsaufwand für uns Zeitungszusteller gehört nicht zur „planbaren regelmäßigen Arbeitszeit“. Diese Zeit sollte daher gemäß unserer Betriebsvereinbarung „Arbeitszeit“ immer gemeldet werden und muss dann auch zusätzlich vergütet werden.
  • Unsinnige, falsche oder mehrfache gleichlautende Reklamationen dürfen natürlich niemals gegen die Zustellerin bzw. den Zusteller ausgenutzt werden.

Euer Betriebsrat hofft, dass im Sinne der Kundenzufriedenheit, aber auch nicht zuletzt im Sinne der Zufriedenheit der Kolleginnen und Kollegen, alle Umstellungsprobleme möglichst schnell behoben werden können.

Wie immer ist Euer Betriebsrat für jede (auch positive) Rückmeldung dankbar.