Laut Wikipedia und Duden sind Obskuranten Typen von zweifelhafter Herkunft. Im Volksmund nennt man sie auch „Dunkelmänner“.

Dabei stehen Dunkelmänner nicht unbedingt wie im Kino lungernd im Trenchcoat und unter dem Schlapphut an der Ecke. Heute fahren die „Eckensteher“ auch Auto, wobei sie dieses Gefährt vorzugsweise als Sitzplatz nutzen, quasi als wechselnden „Hochsitz“ bei der Jagd nach Beute.

Moderne „Eckensteher“ sind in der Regel Privatdetektive mit Lizenz, zumindest mit Eintrag im Handelsregister. Für Geld observieren sie diskret im privaten und geschäftlichen Bereich. Für ihre Auftraggeber sollen sie in der Regel gerichtsverwertbare Beweise für ein gewünschtes Urteil sichern.

Nun gibt es das Gerücht, dass diese modernen Eckensteher/Dunkelmänner auch im Auftrag unseres Arbeitgebers angeheuert wurden, um ausgewählte Zusteller ins Visier zu nehmen. Aus Sicht des Betriebsrates dürfte diese Vorstellung des Einsatzes von Privatdetektiven jedoch eine Spekulation sein.

Bekannt ist Eurem Betriebsrat allerdings, dass sich manchmal einzelne Bezirksleiter auf die “Lauer legen“, um einen begründeten Verdacht z.B. auf unerlaubte Familienhilfe zu bezeugen.

Bekannt ist ihm auch, dass „Nachtkoordinatoren“ aus einer anderen DuMont-Gesellschaft für unsere Firma „kostenneutral“ tätig sein dürfen. Nach Auskunft der Geschäftsführung sollen sie eigentlich den Zustellern bei Problemen helfen, sich aber auch um die „Feinjustierung der Arbeitszeiten“ kümmern. Anders formuliert: Sie sollen die hinterlegten Arbeitszeiten heimlich kontrollieren, damit sie angepasst, sprich reduziert werden können.

Es ist klar, dass ein Arbeitgeber auch bei Mindestlohn eine Gegenleistung für die gezahlte Arbeitszeit erwarten darf. Wer also mehr Arbeitszeit angibt, als er tatsächlich leistet, macht sich des Betruges schuldig und muss, wenn er dabei erwischt wird, mit einer Kündigung rechnen.

Wenn man allerdings nachts unterwegs ist und man spürt, dass man beobachtet und verfolgt wird, weiß man nicht, um welche Person es sich dabei handelt, um den Nachtkoordinator oder um Jemanden, der Böses im Schilde führt.

In solch einer Situation, wenn Ihr Euch bedroht fühlt, beendet Eure Arbeit, bringt Euch in Sicherheit und stellt die Zeitungen gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Bereich zu. Ggf. solltet Ihr auch die Polizei alarmieren und um Hilfe und Aufklärung bitten. In jedem Fall solltet Ihr auch Eure Bezirksleitung über den Vorfall informieren.

Wenn Ihr, aus welchen Gründen auch immer, verfolgt oder sexuell belästigt werdet oder wenn Euch Betrunkene anmachen und Zoff suchen oder sonst Jemand Euch in anderen bedrohlichen Situationen Ärger macht, kann auch eine handgreifliche Selbstverteidigung sehr hilfreich sein. Zu diesem Zweck empfiehlt Euch der Betriebsrat die Teilnahme an dem Kursus „Selbstbehauptung“ (siehe SammelSpitze Nr. 55). Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Interessenten melden sich bitte per E-Mail oder telefonisch:

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Telefon: 0221/2241515