Seit ca. zwei Monaten stellen wir vermehrt adressierte Zeitschriften zu. Der Arbeitgeber versucht damit Aboverluste im Bereich der Tageszeitungen auszugleichen.

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(Foto: I.Heuer)

Grundsätzlich sieht Euer Betriebsrat dies positiv, da nur auf diesem Wege unsere Arbeitszeit und damit unser Lohn dauerhaft gehalten werden kann. Nicht zuletzt durch Eure Rückmeldungen sehen wir aber auch die dabei entstehenden Probleme.

Die Anzahl der Zeitschriften ist in den verschiedenen Bezirken sehr unterschiedlich. Ob ein eventuell durch den Aborückgang (der auch sehr unterschiedlich sein kann) entstandener zeitlicher Puffer für die Zustellung ausreicht, kann letztendlich nur der Zusteller selbst beurteilen.

Unstrittig ist, dass entstehender Mehraufwand gemeldet und vergütet werden muss.

Problematisch kann es werden, wenn durch die Zustellung der Zeitschriften die durchschnittliche Arbeitszeit massiv überschritten wird.

Wir werden uns im Rahmen einer Umfrage bemühen, Eure Bedürfnisse zu ermitteln.

Einige Beispiele:

  • Zusteller/innen mit Hinzuverdienstgrenzen melden häufig die geleistete Mehrarbeit nicht. Das Mindestlohngesetz erlaubt aber keinen Verzicht auf den Mindestlohn
  • Kolleginnen und Kollegen mit sonstigen beruflichen oder privaten Verpflichtungen können nicht länger als in der vereinbarten Arbeitszeit zustellen
  • Speziell Springer sind häufig bis an die Grenze ausgelastet

Die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates, welche wir in einem Schreiben an die Geschäftsführung eingefordert haben, werden vom Geschäftsführer aktuell juristisch überprüft.

Der Arbeitgeber hat uns aber zugesichert, für Einzelfälle individuelle Lösungen zu finden.