In England erzählt man zu Weihnachten Geistergeschichten (ein paar etwas andere Weihnachtsgedanken):

Da unser Fest auf wenige Haushalte beschränkt bleibt, habe ich zumindest die Hoffnung, auf meiner Nachttour doch hin und wieder einem verblichenen Wesen zu begegnen.

Wer, wenn nicht wir Zusteller sind diejenigen, die in tiefer Nacht noch am ehesten eine Gespenstergeschichte erzählen könnten.

Ich persönlich muss Euch leider enttäuschen.

Aus drei Jahrzehnten Zustellung waren die einzigen Störungen meiner Routine: Polizeieinsätze die immer kurz vor Weihnachten, nach des Nachts ausgegangenen Senioren suchten. Eine Bushaltestelle ohne Fahrziel hat hier aber Linderung verschafft.

Nicht gruslig, aber doch einen Wechsel auf die andere Straßenseite wert, war ein Fuchs, der interessiert die Frühaufsteher in der Straße beobachtete.

Unübersehbar saß er eine Woche unter einer Laterne, genau von Montag bis Samstag und dann nie wieder. Das ist allerdings genug der Mystik.

In unserer technischen Zeit wird sich Gespenstisches kaum noch ereignen.