„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ (Der Rosarote Panther - witzige Zeichentrickserie ab 1973) Ein Vergnügen!

In der Nacht vom 27. auf den 28. März wurde erneut an der Uhr gedreht. Wenigstens eine mildernde Maßnahme für uns ist, dass wir am nächsten Morgen noch ausschlafen konnten.

Die ursprüngliche Idee dabei war, die Fabrikhallen erst später mit Licht versorgen zu müssen und damit Energie zu sparen. Manche Erhebungen zeigen inzwischen sogar das Gegenteil.

Seit 1980 wird nun der Modus, wie wir ihn heute kennen, praktiziert.

Was haben wir Boten nun von dieser Zeitumstellung? Nichts? Doch, diese Erkenntnis:

Abends rechtzeitig schlafen zu gehen, auch wenn draußen die Puppen tanzen. Je nachdem welches Pensum wir an Zeitungen zu verteilen haben, endet das Vergnügen oder gesellschaftliche Leben abends entsprechend früher.

Das Einschlaf-Hormon Melatonin wirkt bei Dunkelheit. Der Mangel an Melatonin erschwert oder verzögert das Einschlafen. Durch späteres zu Bett gehen verschärft sich die Gefahr, ein Schlafdefizit zu erfahren. Ergebnis – die Unfallrate erhöht sich um 30 %, das Herzinfarktrisiko steigt um 25 %. Diese „Nebenwirkungen“ passieren, weil Sommerzeit zwar mehr Licht bringt, aber auch Gefahr birgt.

Und nun kommt Serotonin (das Wachmach-Hormon) zur Geltung. Da uns durch die Zeitumstellung das Licht in den frühen Morgenstunden fehlt, haben wir Startschwierigkeiten.

Fazit: Die Zeitumstellung ist besonders für uns Zeitungszusteller belastend. Viele Umfragen haben ergeben, dass die Sommerzeit abgeschafft werden soll. 73 % der Befragten sind dafür. Allerdings ist eine Änderung schwierig, da sich europaweit und einheitlich auf eine Zeit geeinigt werden muss. Das ist auch eine Frage der Zeit.