Immer wieder wird Euer Betriebsrat von Kolleginnen und Kollegen nach seiner Einschätzung zu aufgeschnappten Gerüchten befragt.

Zuletzt gab es das Gerücht, dass „definitiv Ende des Jahres 2024 die Lichter für unseren Verlag ausgehen und jetzt schon intern in der Firma Stellen abgewickelt werden.“ Auch dieses Gerücht möchten wir gerne etwas einordnen:

Durch den Verkauf von Hamburger Morgenpost, Berliner Zeitung und Hallescher Zeitung 2019 hat DuMont wieder Handlungsspielraum bekommen.

Die Führung von DuMont setzt für die Zukunft bereits seit einiger Zeit klar auf digitale Angebote. In der Gegenwart sorgen die gedruckten Zeitungen aber noch für Geld in den Kassen.

Das Jahr 2024 ist der Punkt, an dem die Betriebsvereinbarung der Drucker für die Standortsicherung in Köln ausläuft und neu verhandelt werden muss.

Es könnte schlimmstenfalls für unsere Kollegen in der Druckerei auf eine Vergabe des Zeitungsdrucks an andere Druckereien im Umland hinauslaufen.

Uns Zusteller würde dies nicht direkt betreffen.

Klar, irgendwann werden Zeitungen nur noch digital gelesen. Stand jetzt aber ist das Jahr 2024 nicht das Ende.

Und dann hätten wir als Betrieb mit Betriebsrat einen Riesenvorteil. Bei der anderen Zustellgesellschaft gelten die normalen vertraglichen Kündigungsfristen. Wir aber hätten im Falle der Schließung unseres Verlages und damit verbundener betriebsbedingter Kündigungen ein Anrecht auf einen Sozialplan und einen Interessensausgleich.

Auch müssten bei Massenentlassungen in einem Betrieb (allein bei uns sind es rund 1000 Mitarbeiter) vorab offizielle Ankündigungen des Arbeitgebers an die Agentur für Arbeit erfolgen.

Euer Betriebsrat hätte besondere Informations– und Beratungsrechte. Das Ganze braucht einen langen Vorlauf.

Nach einem Ende in dreieinhalb Jahren sieht es unseres Erachtens nicht aus. Aber wir halten unsere Augen und Ohren weiter offen.

Soweit zum aktuellen Stand.

Bleibt vorsichtig bei Halbwahrheiten!