Nach dem Nachweisgesetz muss der Arbeitgeber unter anderem die mit Euch vereinbarte Arbeitszeit spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses schriftlich niederlegen und Euch diese Niederschrift aushändigen.

Abrechnung

Bei uns geschieht dies häufig durch eine Anlage zum Arbeitsvertrag, in der die planbare regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit enthalten sein soll.

Bis 02.2021 konntet Ihr auf Eurer Lohnabrechnung auch einen entsprechenden Eintrag finden:  In dem obigen Beispiel bedeuten die dezimalen 11,52h rund 11h31min (0,52*60min=31min).

Leider konntet Ihr bei den neuen Abrechnungen diese Angabe nicht mehr direkt finden. Der Arbeitgeber hat aber zugesagt, bei den neuen Lohnabrechnungen Nachbesserungen anzustreben.

Bis dahin können Zusteller mit Festbezirken die vergütete wöchentliche Arbeitszeit nur indirekt über die Lohnart „Zustelllohn“ ermitteln. Hier findet Ihr die vergütete Stundenzahl. Diese geteilt durch die Zustelltage und dann mal 6 ergibt die Wochenstundenzahl. Diese benötigt Ihr für die Meldung von Mehrarbeit (s. Artikel S. 3).

Obwohl die vertragliche Wochenarbeitszeit sowieso nicht einseitig (ohne Änderungskündigung) durch den Arbeitgeber verkürzt werden kann, solltet Ihr Sie im Auge behalten.