Einige Minijobber*innen sind verunsichert, weil der Arbeitgeber von Ihnen die Krankenkasse erfahren will.

Arbeitgeber sind spätestens seit Anfang 2022 verpflichtet, auch bei Minijobbern die aktuelle Krankenkasse bei den Arbeitnehmerdaten zu hinterlegen. In Eurem eigenen Interesse solltet Ihr diese Auskunft an den Arbeitgeber nicht verweigern.

Hintergrund dabei ist, dass ab 2022 die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeführt werden soll. Zukünftig hat damit der „gelbe Schein“ für den Arbeitgeber ausgedient.

Der Arbeitgeber ruft dann die Arbeitsunfähigkeitszeiten direkt bei der Krankenkasse ab.

Die Lohnfortzahlung ist also direkt an diese Informationen geknüpft.

Zusätzlich besteht so die Möglichkeit, die in Deutschland bestehende Krankenversicherungspflicht zu kontrollieren, damit kein Minijobber im Krankheitsfall ohne Absicherung da steht.

Ab 2022 wird auch bei Minijobbern die Steueridentifikationsnummer erfasst. Solltet Ihr diese nicht kennen, könnt ihr sie über ein Online-Formular des Bundeszentralamts für Steuern (Link) erneut anfordern.