Die jüngsten Stürme hatten unter den Zustellern und Zustellerinnen wieder zu sehr großer Unsicherheit geführt, wenn es darum ging, wie sie sich im Extremfall richtig zu verhalten haben.

SturmFoto I. Heuer

Zunächst einmal gilt immer das Recht auf Unversehrtheit, was nichts anderes bedeutet als, dass Ihr morgens, falls es nötig ist, selbst abschätzt und entscheidet, ob eine Situation zu gefährlich ist oder nicht.

Euer Betriebsrat hat schon öfter nach verschiedenen Wettersituationen darüber informiert, wie Ihr Euch richtig verhaltet. Hier noch eine kleine Wiederholung.

Um es vorweg zu nehmen, jeder Bezirk ist anders und somit ist es nicht möglich, für bestimmte Wetterphänomene einheitliche Verhaltensregeln aufzustellen.

Allein die geografischen Unterschiede (z.B. Höhenunterschiede) können dafür sorgen, dass benachbarte Bezirke morgens komplett unterschiedlich bewertet werden müssen.

So kann es also möglich sein, dass Ihr, wie jetzt vor kurzem bei den Stürmen, bestimmte Bereiche nicht zustellen könnt, weil Ihr z.B. durch ein Waldgebiet fahren müsst und die Gefahr durch herabstürzende Bäume oder Äste viel zu groß wäre.

Es kann passieren, dass Ihr einzelne Straßen oder einzelne Kunden nicht zustellen könnt. All das könnt nur Ihr in Eurem Bezirk allein bewerten und entscheiden. Da hilft es auch nicht, Kolleginnen/Kollegen an der Abladestelle zu fragen, was sie denn am selben Morgen bei möglichen Gefahren machen werden.

Könnt Ihr also irgendwo nicht zustellen, so gibt es verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen.

  • Wichtig, nach der Tour immer dem Bezirksleiter Bescheid geben, wo nicht zugestellt werden konnte.
  • Besprecht mit Eurem Bezirksleiter, wie mit den nicht zugestellten Kunden weiter verfahren wird.
  • Könnt Ihr evtl. später am Tag nachtragen? Mehraufwand und Kilometer müssen natürlich geltend gemacht werden.
  • Könnt Ihr die nicht zugestellten Exemplare am nächsten Morgen mit zustellen?
  • Gibt es vielleicht mit einzelnen Kunden Absprachen, Zeitungen an solchen besonderen Tagen evtl. woanders zu hinterlegen?

Ihr seht, so individuell die Probleme in jedem einzelnen Bezirk sein können, so individuell können die Lösungen sein.

Auf jeden Fall muss sich kein Zusteller in Gefahr begeben!